Ab sofort: Spezi für die Jubilare

Am Samstag stand er noch auf dem Dach: 1. Rathaus-Tag von Holger Marx

Es ist der erste Tag für Holger Marx als Bürgermeister in Lauterbach
Fotos: Moritz Pappert

03.07.2026 / LAUTERBACH - Mit 59,9 Prozent gewann Holger Marx (CDU) die Bürgermeisterwahl in Lauterbach (Vogelsbergkreis). Am Mittwoch, drei Monate später, hat der Schornsteinfegermeister nun seinen ersten Tag im Rathaus gehabt. Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS berichtet der 52-Jährige von seinem Start als neuer Bürgermeister der Kreisstadt.


Wie Marx erklärt, beendete Rainer-Hans Vollmöller sein Amt wie gewohnt pflichtbewusst. Noch bis Dienstagabend war er im Büro und hat gearbeitet. Am Mittwochmorgen um kurz nach sieben übernahm Marx die Amtsgeschäfte im Rathaus. Noch am Samstag stand er als Schornsteinfeger auf dem Dach. Jetzt geht es für ihn ins Rathaus. Wobei - so ganz neu ist das für ihn nicht. Fünf Jahre lang war er Erster Stadtrat in Lauterbach und hat immer mal wieder den Bürgermeister bei Terminen vertreten.

Für Marx ist klar: Er will ein moderner Bürgermeister sein. Noch ist das Büro bis auf ein Familienbild und einige Akten relativ leer. Aber das wird sich bald ändern. Sein Büro wird in den nächsten Tagen unter anderem mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch ausgestattet. Auch ein Bildschirm für Besprechungen wird eingebaut. "Wir müssen vieles auf andere Füße stellen. Die Abläufe werden jetzt digitaler", macht Marx klar.

Spezi für die Jubilare

"Mir ist bewusst, dass ich jetzt Bürgermeister bin und den Hut hier aufhabe", erklärt Marx. Durch die Zeit als ehrenamtlicher Stadtrat kennt er die Abläufe in der Verwaltung und im Lauterbacher Rathaus schon ganz gut. Am Mittwochmorgen hat der neue Bürgermeister erstmal seinen Einstand gefeiert - bei Bratwurst und Spezi im Hof des Rathauses. Marx ist Spezi-Fan, trinkt keinen Alkohol und sagt: "Auch die Präsente für Jubiläen werden bei mir anders. Statt Wein gibt es jetzt Spezi für die Jubilare."

Und schon in den ersten Tagen wird Marx als neuer Bürgermeister direkt gefordert. Es ist schließlich viel zu tun in Lauterbach: "In den letzten Wochen war ich schon jeden Tag im Rathaus. Das war mir wichtig. Ab Montag stehen dann die ersten Termine mit den Fachbereichsleitern an. Der Terminkalender ist schon voll. Die politische Sommerpause kommt mir aber zugute, um mich vorzubereiten und noch tiefer in die Themen einsteigen zu können."

Unter anderem stehen die Dorfentwicklung der Ortsteile, das Stadtentwicklungsprogramm "ISEK" und der Breitbandausbau auf der Agenda. "Wir in Lauterbach bieten viel, von Infrastruktur über Kindergärten bis zu Freizeitangeboten. Das müssen wir erhalten und behalten. Das ist wichtig für die Menschen vor Ort und den Tourismus." (Moritz Pappert) +++


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