Vollmöller geht in den Ruhestand

Die Wahlplakate hängen: Fünf Kandidaten im Rennen für das Bürgermeister-Amt

Die Wahlplakate zur Bürgermeisterwahl in Lauterbach hängen.
Fotos: Laura Struppe

18.02.2026 / LAUTERBACH - Der Wahlkampf zum neuen Bürgermeister von Lauterbach (Vogelsbergkreis) geht in die heiße Schlussphase: Am 15. März wählen die Lauterbacher Bürger ihr neues Oberhaupt. Rainer-Hans Vollmöller (CDU) verabschiedet sich nach fast 30 Jahren im Sommer in den Ruhestand. Fünf Kandidaten stehen in den Startlöchern - die nun auch in der Kreisstadt und den Ortsteilen fleißig die Werbetrommel für sich rühren.



Wobei: nicht alle fünf. Aktuell hängen lediglich Plakate von drei Kandidaten: Holger Marx (CDU), Katharina Jacob (Linke) und Daniel Schmidt (parteiunabhängig). Die beiden anderen Kandidaten, Albert Krumm und Domenico Garrubba, verzichten bislang auf Plakatwerbung in und um Lauterbach. Dafür sind aber die anderen drei Kandidaten neben den Wahlplakaten zur Kommunalwahl, die ebenfalls am 15. März stattfindet, sehr präsent.

Marx: "Klare Ziele. Neue Wege."

Holger Marx, Bürgermeisterkandidat für die CDU, zeigt sich auf seinen Wahlplakaten souverän. Der Schornsteinfegermeister ist Lauterbacher durch und durch und hat bereits als Vize-Bürgermeister erste Erfahrungen im Amt sammeln können: Vollmöller fiel im Jahre 2023 für einige Wochen im Amt aus, Marx übernahm für diesen Zeitraum die Geschicke der Stadt. Nun wirbt er mit dem Slogan "Klare Ziele. Neue Wege." Marx: "Mein Herz schlägt für Lauterbach, meine Heimatstadt. Für sie möchte ich arbeiten und mit klaren Zielen, neue Wege gehen." Denn auch als CDU-Bürgermeister möchte er nicht alle Dinge so weiterlaufen lassen, wie bisher. "Nach 30 Jahren verändert sich eine Stadt, auch die Gesellschaft und die Erwartungen", so der 52-Jährige im OSTHESSEN|NEWS-Gespräch. Er würde einen neuen Führungsstil anvisieren, "mehr im Team, mehr Transparenz und mehr Einbindung der Leute".

Schmidt: "Damit sich was bewegt"

Daniel Schmidt ist Mitglied bei den Grünen, tritt jedoch als parteiunabhängiger Kandidat an, der vonseiten der SPD und der Grünen unterstützt wird. Sein Wahlplakat-Slogan: "Damit sich was bewegt." Auch in diesen vier Worten wird eine Veränderung anvisiert. Für Schmidt ist klar: "Ich würde anders gegenüber der Öffentlichkeit agieren und Dinge besser erklären und die, die gut laufen, viel offensiver hervorheben." Für ihn laufe vieles schon gut in Lauterbach, darüber müsse man eben auch reden.

Jacob: "Man schützt, was man liebt"

Katharina Jacob geht als Kandidatin für die Linken ins Rennen. "Man schützt, was man liebt" ist ihr Wahlslogan. Das hat sie bei den Protesten im Dannenröder Forst schon ernst genommen. Dort hat sie sich nämlich gegen die Rodung des Waldes für die Autobahn 49 eingesetzt. Wegen ihres Engagements im Wald wurde sie gefragt, ob sie für die Linken für das Stadtparlament kandidieren will - ein paar Jahre später ist nun das Bürgermeisteramt im Fokus. Jetzt geht es für sie im Lauterbach: "Die Entscheidung, nach Lauterbach zu ziehen, habe ich nie bereut. Es ist eine tolle Stadt und ich bin gerne dort." (lu) +++

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