Die Brücke wurde erfolgreich gesprengt

Sprengung der Thalaubachtalbrücke: OSTHESSEN|NEWS Live-Ticker beendet

Die Brücke wurde erfolgreich gesprengt
Foto: E. Reinhardt

16.03.2026 / EICHENZELL - Ein lauter Knall markiert das Ende einer Brücke! Die alte Thalaubachtalbrücke der A7 bei Eichenzell (Landkreis Fulda) wurde gegen 11 Uhr am Sonntagmorgen kontrolliert gesprengt. Die beiden alten Brückenteile aus dem Jahr 1968 müssen einem Ersatzneubau weichen, da sie den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr standhalten. Durch die Sprengung kann der Rückbau deutlich schneller erfolgen und der Bau der neuen Brücke voraussichtlich sechs bis acht Monate früher abgeschlossen werden. OSTHESSEN|NEWS war mit einem Team aus Reportern, Kameraleuten und Fotografen vor Ort!

Das schlechte Internet vor Ort stellte unser Team vor einige Herausforderungen. Selbstverständlich arbeiten wir daran, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine genaue und stets aktuelle Berichterstattung zu ermöglichen.

UPDATE 12:00 Uhr: Relativ schnell nach der Sprengung waren die meisten Zuschauer schon wieder weg. Einige haben sich aber davor noch ein Stück Brücke als Souvenir mitgenommen. Die große Staubwolke lichtete sich. Statiker prüfen, ob der fertige Teil der Brücke beschädigt wurde. Das heißt auch für uns dann erstmal einmal Tschüss! Wir beenden den Live-Ticker und bedanken uns für das große Interesse. Später folgen weitere Berichte, ein Video und zahlreiche Fotos.

UPDATE 11:30 Uhr: Zahlreiche Menschen schauten sich das Spektakel aus nächster Nähe an. Die Sprengung verlief planmäßig. Auch viele Medienportale wie "hessenschau" und "dpa" beobachten die Sprengung. Selbstverständlich waren auch politische Vertreter wie Michael Brand, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Johannes Rothmund, Bürgermeister von Eichenzell, vor Ort. Inzwischen wurde auch die 300-Meter große Sperrzone aufgehoben.

UPDATE 11:02 Uhr: Es erfolgten zwei Sprengungen: eine kleine, um Tiere zu verscheuchen, und dann die große, um die Brücke zum Einsturz zu bringen. Erst stürzten die Pfeiler Richtung Norden ein, wenige Sekunden später fiel auch die alte Brücke, die in den Süden führte. Es ist eine große Staubwolke zu sehen, die vom Wind langsam aber sicher weggefegt wird (Achtung, tut im Auge weh..). Vor allem unterhaltsam für die Kleinsten vor Ort: Ein Hase hatte sich durch die erste Sprengung erschrocken und flitzte über die Felder hin und her.

UPDATE 10:50 Uhr: Noch zehn Minuten bis zur Sperrung! Immer mehr Drohnen werden in den Himmel gelassen. Die Public-Viewing-Bereiche sind komplett voll. Hier und da gibt es Musikkapellen, Bratwürste, Bier und gute Unterhaltung. Viele Zuschauer haben Campingstühle oder auch Ferngläser mitgenommen.

UPDATE 10:35 Uhr: Mittlerweile umgehen einige der Zuschauer die Absperrungen. Im gleichen Zuge werden weitere Absperrungen aufgebaut und die Menschen aus dem Presse-VIP-Bereich entfernt. Von vor Ort heißt es leicht ironisch: "Die Massen sind kaum zu halten."

UPDATE 10:25 Uhr: Es kommt zu massivem Verkehrschaos, auch wenn sich die meisten Schaulustigen an die Absperrungen halten. Einige Zuschauer sind sogar bis zum Presse-VIP-Bereich vorgerückt, um die beste Sicht zu bekommen. Einige gehen sogar so weit, dass sie mit ihren Fahrrädern über die Acker fahren.

UPDATE 10 Uhr: Die Konferenz mit der Autobahn GmbH hat gestartet, es wird auf die Historie der Brücke zurückgeschaut. Doch nun muss die Brücke weichen! Zur aktuellen Wetterlage: "Noch soll es nicht regnen, aber wir warten ab. Es ist sehr bewölkt - über uns fliegt schon der Polizeihubschrauber", berichtet das Team vor Ort.

UPDATE 9:50 Uhr: Unser O|N-Team ist bereits seit halb 10 vor Ort und hat sich auf verschiedene Stationen aufgeteilt. Fakt ist schon mal: Neben den eiskalten Windböen, die einen ins Gesicht klatschen, liegt hier auf jeden Fall auch Aufregung in der Luft. Die Public-Viewing-Bereiche füllen sich immer mehr.

Für die Sprengung gilt ein Sicherheitsradius von 300 Metern, und sowohl die A7 als auch die B279 werden zeitweise vollständig gesperrt. Für die Sprengung werden 1.200 Zündkörper - entspricht 100 Kilogramm Sprengstoff - verwendet. Es erfolgen zwei Sprengungen hintereinander: zuerst der Nordteil, drei Sekunden später der Südteil. Vor der Sprengung wurden die Pfeiler gezielt geschwächt, indem Einschnitte vorgenommen wurden. Unter der Brücke entstanden Fallbetten aus Erde, und der Bachlauf des Thalaubachs wurde zusätzlich gesichert. Rund fünf Minuten vor der Detonation gibt der Sprengmeister mehrere Signaltöne. Zwei bis drei Minuten vorher folgt ein lauter Vergrämungsknall, der Vögel aus dem Gefahrenbereich vertreiben soll. Die Brücke selbst besteht aus 2.000 Tonnen Stahl und etwa 2.000 Kubikmetern Beton.

Rund um die Brücke wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen, etwa Schutzmaßnahmen für die darunter verlaufende Bundesstraße und ein detailliertes Sicherheitskonzept. Die Autobahn A7 ist zwischen dem Dreieck Fulda und der Anschlussstelle Bad Brückenau-Volkers von 10 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Aktuell (gegen 10:10 Uhr) ist geplant, dass die Autobahn um 16 Uhr wieder freigegeben wird.

Folgende Bereiche sind voraussichtlich gesperrt:

Der Verkehr wird wie folgt umgeleitet:
Nach der Sprengung wird zunächst die bereits neu errichtete Brücke sorgfältig überprüft. Ein Ingenieur kontrolliert das Bauwerk auf mögliche Schäden und gibt es anschließend für den Verkehr frei. Im nächsten Schritt werden die Stahlüberbauten und Pfeiler der gesprengten alten Brücke zerlegt und Stück für Stück abtransportiert, damit der Bereich vollständig geräumt werden kann.

Das Ereignis zieht viele Zuschauer an. Vereine aus der Region organisieren daher öffentliche Treffpunkte ("Public Viewing") zur Sprengung, bei denen Besucher das Ereignis aus sicherer Entfernung verfolgen können. Dabei werden unter anderem Würstchen, Brezeln, Getränke und Kuchen angeboten, teilweise zu kleinen Preisen – und wer mit Bauhelm kommt, bekommt sogar ein Freigetränk. (ms/mis) +++
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