Die Kandidaten im Überblick

Oberbürgermeisterwahl in Hanau: Kandidat Henrik Statz (FDP) im Portrait

Kandidat Henrik Statz (FDP) im Portrait
Foto: privat

12.03.2026 / HANAU - Henrik Statz (FDP) will Oberbürgermeister von Hanau werden. Er will die Nachfolge des SPD-Urgesteins Claus Kaminsky antreten. Er ist seit 2003 Oberbürgermeister der Stadt und hat vor wenigen Monaten seinen Rücktritt angekündigt. Sechs Kandidaten stehen nun insgesamt zur Wahl.


Henrik Statz hat Rechtswissenschaften studiert. Seit 1996 ist er Unternehmer mit verschiedenen Beteiligungen. Aktuell ist er geschäftsführender Gesellschafter eines Beratungsunternehmens für Unternehmensstrategie und Kommunikation und Gesellschafter eines Planungs- und Architekturbüros. Politisch ist er seit 2016 Mitglied bei den Freien Demokraten, seit 2018 Vorsitzender der FDP Hanau. Er war Vorstandsmitglied der FDP Main-Kinzig und Rhein-Main. Und seit 2021 Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung.

Warum wollen Sie Oberbürgermeister werden?

"Ich kandidiere für das Amt des Oberbürgermeisters, weil ich davon überzeugt bin, dass es für die komplexen Aufgaben der kommenden Jahre einen erfahrenen Kandidaten aus der Mitte der Gesellschaft braucht, der auch außerhalb der Politik bewiesen hat, dass er komplexe Herausforderungen meistern kann. Ich gestalte seit mehreren Jahren ehrenamtlich Hanauer Politik mit und möchte dies nun in hauptamtlicher Verantwortung weiterführen."

Was qualifiziert Sie persönlich für das Amt?

"Die kommenden Jahre werden aufgrund der zahlreichen anstehenden Transformationen herausfordernd: Wirtschaft, Energie, Arbeit, Finanzen, Bildung, Mobilität, Migration, Klima, Innenstädte. Als Unternehmer beschäftige ich mich seit drei Jahrzehnten intensiv mit Transformationsthemen und möchte diese Erfahrung für die Menschen der Stadt Hanau einbringen."

Wo steht die Stadt aktuell?

"Hanau ist in vielen Bereichen auf einem sehr guten Weg. Zukunftsinvestitionen in Schulen, Kitas, Hochschule laufen auf Hochtouren. Hanau war in den vergangenen Jahren die Großstadt mit dem größten proportionalen Bevölkerungswachstum in Hessen und hat an vielen Stellen Stadt entwickelt. Hanau hat eine starke Wirtschaft mit zukunftsfähigen Clustern. Aber Hanau hat in vielen Bereichen noch immer einen Investitions- und Strukturstau: Arbeitsmarkt, Integration von Geflüchteten, Mobilität, Energieversorgung, Stadt- und Stadtteilentwicklung, Klimaresilienz, Schutz kritischer Infrastruktur, Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit. Es gibt noch viel zu tun."

Was sind die dringendsten Projekte, die anstehen?

"Punkt 1: Hanau muss die wirtschaftsfreundlichste Kommune in Hessen werden: Mehr Flächen für Unternehmensentwicklung, Abbau von Bürokratie auf der kommunalen Ebene, die Verwaltung muss zum Partner der Bürger aber auch der Unternehmen werden. Hanau muss weiter als Stadt attraktiver werden, um Arbeitnehmern beste Infrastruktur und tolle Angebote für ihren Alltag bereitstellen zu können. Hanau muss sich dafür stark machen, Venture Capital nach Hanau zu holen, um aus den bestehenden Kompetenzclustern der Materialtechnik und Rechenzentren mehr innovative Start-Ups zu gründen.

Punkt 2: Hanau muss Leuchtturm der Bildung werden: Wir haben in den vergangenen Jahren massiv in den Bau sowie die Sanierung von Schulen, Kitas und unserer Hochschule investiert. Hier müssen wir weiter mit Hochdruck arbeiten, insbesondere bei der frühkindlichen Bildung in der Kita, hier darf kein Kind ohne ausreichende Deutschkenntnisse von der Kita in die Grundschule übergehen aber auch bei der beruflichen Bildung, die häufig zu wenig mit den Schulen verknüpft ist. Wir müssen das Thema duale Ausbildung wieder mehr in den Fokus nehmen.

Punkt 3: Hanau braucht stabile Finanzen: Nur wenn die Stadt ausreichend Finanzmittel zu Verfügung hat, kann sie ihre Pflichtaufgaben erfüllen und darüber hinaus die Stadt weiterentwickeln. Mit der Unterstützung der Unternehmensentwicklungen erwirken wir Investitionen in den Standort, erhöhen kommunale Steuereinnahmen für notwendige Investitionen und schaffen neue Jobs, um mehr Menschen ein selbstbestimmtes Leben und Vorankommen durch eigene Leistung zu ermöglichen. Mit einer Senkung der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit haben wir einen starken Hebel zur Freisetzung kommunaler Mittel und somit für mehr Investitionen und soziale Stabilität."

Was würden Sie anders machen als Claus Kaminsky?

"Claus Kaminsky hat in den letzten Jahrzehnten beachtliches für Hanau geleistet. Gerade in der vergangenen Wahlperiode wurde auf hohem Niveau in die Stadt investiert, es laufen zahlreiche Infrastrukturprojekte parallel, Schulen werden gebaut, bei der Gewerbesteuer jagt ein Rekordergebnis das nächste. Dieser Kurs muss dringend fortgesetzt werden. In den kommenden Jahren werden wir zusätzlich intensiver an den Zukunftsthemen arbeiten müssen: neue Gewerbeentwicklungen für mehr Wachstum und mehr Jobs, Digitalisierungsturbo inklusive e-Government und Smart City, um die Verwaltung effizienter aufzustellen, Energiepolitik, um Strom und Wärme bezahlbar zu halten, Geflüchtete stärker in den Arbeitsmarkt überführen, Mobilität und Stadtentwicklung neu denken, Gesundheitsversorgung verbessern, Recht und Ordnung umsetzen, Stadtteile stärken und vieles mehr."

Wie blicken Sie auf die Auskreisung?

"Hanau brauchte und braucht als Großstadt andere Antworten auf die urbanen Herausforderungen, als sie der Main-Kinzig-Kreis in seiner Heterogenität vom städtisch geprägten Raum im Westen bis zum ländlichen Raum im Osten abbilden konnte. Insbesondere bei der Arbeitsmarktpolitik musste Hanau einen neuen Weg einschlagen. Wir haben jetzt mit der Übernahme von Aufgaben, die an die Stadt zurückfallen die Chance von Anfang an neue und effizientere Strukturen zu schaffen, insbesondere durch mehr Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz."

Warum sollte man Sie wählen?

"Weil ich über drei Jahrzehnte unternehmerische Erfahrung mitbringe und an vielen Stellen bewiesen habe, dass ich Transformation kann. Weil ich als Familienvater die Nöte in Betreuung, Schule und berufliche Bildung als Betroffener kenne. Weil ich als Mitinhaber eines Planungs- und Architekturbüros die Herausforderungen und die Bürokratie im Bauwesen kenne. Weil ich als Ehrenamtler in Sport- und Fördervereinen weiß, was bürgerschaftliches Engagement schon heute leistet und wo Probleme liegen. Weil ich als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker sehr tief in den städtischen Themen bin aber trotzdem frei in meinen Entscheidungen sein kann. Weil ich das Oberbürgermeisteramt nicht machen muss, sondern meine Kandidatur ganz entspannt als Angebot an die Hanauerinnen und Hanauer formulieren kann."

Wie würde Hanau in zehn Jahren mit Ihnen als Oberbürgermeister aussehen?

"Mit mir als Oberbürgermeister wird es in Hanau mehr Wohlstand und mehr Chancen für alle Menschen in einer hochmodernen, zukunftsfähigen und resilienten Stadt geben. Als wirtschaftsfreundlichste Kommune Hessens werden wir eine sehr geringe Arbeitslosigkeit bei hoher Nachfrage von Unternehmen und Rekordeinnahmen bei den Steuern haben. Damit können wir auch Projekte umsetzen, die noch mehr die Identität mit der Heimatstadt stärken, beispielsweise in Bildung, Kultur und Sport. Der neu entstehende Stadtteil am Hanauer Hauptbahnhof wird ein nationaler Leuchtturm für Städtebau mit einem spannenden Mix für Wohnen, Arbeiten und Lernen mit bester Infrastrukturanbindung sein. Durch diese Wohlstandsentwicklungen wird Hanau ein stabiler Anker für ein starkes Miteinander aller Hanauerinnen und Hanauer."

Geben Sie abschließend gerne einen Wahlaufruf an die Hanauer.

"Liebe Hanauerinnen und Hanauer, ich möchte Hanau zu einer Stadt der Chancen machen, in der jeder Mensch durch eigene Leistung vorankommen kann. Mit so vielen Freiheiten wie möglich und so wenig Eingriffen wie nötig. Mein Angebot an die Hanauerinnen und Hanauer sind ein breiter Erfahrungsschatz als Unternehmer, als Familienvater, als verantwortlicher Ehrenamtler in vielen Vereinen und als erfahrenes Mitglied der Hanauer Stadtverordnetenversammlung mit freiheitlich geprägtem Kompass. Ich freue mich über die Unterstützung mit Ihrer Stimme." (mp) +++

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