Raketenbeschuss von Rettungs-Heli

Nach Ermittlungs-Aus: "Feige Täter gehören zur Rechenschaft gezogen"

Ein Rettungshubschrauber der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) will am Klinikum Fulda landen - und plötzlich schießt jemand Leuchtraketen in den Himmel!
Symbolbild: O|N / Hans-Hubertus Braune

21.01.2026 / FULDA - Ein Rettungshubschrauber der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) will am Klinikum Fulda landen - und plötzlich schießt jemand Leuchtraketen in den Himmel! Die Staatsanwaltschaft geht von Vorsatz aus. Dennoch wurde das Verfahren eingestellt. Ein Versagen des Rechtsstaats? "Nein", meint Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gegenüber OSTHESSEN|NEWS.



Wir haben ihn nach dem Ermittlungs-Aus konfrontiert und gefragt: Was entgegnet der Innenminister Rettungskräften, die sich nach diesem Ausgang der Ermittlungen vom Rechtsstaat im Stich gelassen fühlen? Denn - in einer direkten Reaktion auf den erschreckenden Vorfall hatte Poseck erklärt: "Sollte sich herausstellen, dass Täter den Rettungsdienst bewusst gestört haben, muss dies hart bestraft werden."

Innenminister fordert: Retter-Gefährder ab in den Knast

Auch heute sagt der oberste Chef der Ermittlungsbehörden: "Wer Einsatzkräfte angreift, stellt sich aktiv gegen unser friedliches, demokratisches Zusammenleben. Bereits seit langem fordere ich, dass Angriffe auf die Frauen und Männer von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten härter bestraft werden. Wer sie gewaltsam angeht, muss aus meiner Sicht grundsätzlich ins Gefängnis und darf nicht mit einer Geldstrafe davonkommen. Das hat auch eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter." Die Initiative der Bundesregierung, den Strafrahmen bei Angriffen auf Angehörige der Blaulichtfamilie zu erhöhen, begrüße er deshalb.

Der Leuchtraketen-Angriff auf einen Rettungshubschrauber der Johanniter-Unfall-Hilfe im Landeanflug auf das Klinikum Fulda Ende Oktober letzten Jahres sei für die Crew des Luftfahrzeugs hochgefährlich gewesen. "Ich bedaure es, dass hier trotz umfassender Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft kein Täter ermittelt werden konnte", so Poseck. Von einem Versagen des Rechtsstaats könne man an dieser Stelle aber nicht sprechen.

"Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Ermittlungsbehörden alles gegeben haben"

"Es liegt leider in der Natur der Sache, dass die Suche nach einem Täter auch ergebnislos verlaufen kann. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Ermittlungsbehörden alles gegeben haben, den oder die Täter zu finden", stellt sich der Innenminister hinter die Arbeit der Ermittlungsbehörden.

Sollten neue Hinweise, zum Beispiel bei der Polizei Osthessen eingehen, müsse das Verfahren unmittelbar wieder aufgenommen werden. "Die feigen Täter gehören zur Rechenschaft gezogen", spricht Poseck Klartext. Derweil appelliere er an jede und jeden deutlich zu machen, "dass Gewalt gegen Einsatzkräfte der Blaulichtfamilie keinen Platz in unserer Gesellschaft hat, sie ist auf das Schärfste zu verurteilen. Hierzu kann jeder einen Beitrag leisten, indem er Einsatzkräften mit Wertschätzung und Respekt begegnet." (mmb) +++

Jetzt äußert sich Hessens Innenminister Roman Poseck zum Ermittlungs-Aus trotz Vorsatz-Tat.
Archivbild: O|N / Marvin Myketin
\"Die feigen Täter gehören zur Rechenschaft gezogen\", spricht Poseck Klartext.
Archivbild: O|N

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