Das sagt die Staatsanwaltschaft

Nach Angriff auf Rettungs-Heli: Kommen die Raketen-Schützen davon?

Ein JUH-Rettungshubschrauber wurde mit einer Leuchtrakete beschossen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt.
Symbolbild: O|N / Christian P. Stadtfeld

20.01.2026 / FULDA - Das kann doch nicht sein! Wie eine Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Fulda ergeben hat, wurde das Verfahren gegen die mutmaßlichen Raketen-Schützen, die einen Rettungshubschrauber attackiert haben, eingestellt. Die Ermittlungen blieben ergebnislos.



Wir blicken zurück: Am Freitag, dem 24.10.2025, wurde die Crew des Rettungs-Heli der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) beim Landeanflug auf das Klinikum Fulda mit Leuchtraketen beschossen. Eine lebensgefährliche Situation für die Retter. Die Polizei reagierte sofort und leitete Fahndungsmaßnahmen ein – ohne Erfolg.

"Die Vernehmung der bekannten Zeugen führte zu dem Schluss, dass wohl von einem vorsätzlichen Angriff mit einem letztlich nicht sicher bestimmbaren Tatmittel auszugehen sein dürfte", antwortet Andreas Hellmich, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf OSTHESSEN|NEWS-Nachfrage zum Stand der Ermittlungen. Die Fahnder gehen also von einem gezielten Angriff auf die Retter aus!

Vor wenigen Tagen: Staatsanwaltschaft quittiert Ermittlungen

Der Hammer folgt direkt im Anschluss. Hellmich schreibt nämlich weiter: "Allerdings führten die Vernehmungen nicht zur Ermittlung Tatverdächtiger. Die Öffentlichkeitsfahndung verlief ergebnislos. Kriminaltechnisch auswertbare Spuren konnten nicht gesichert werden. Aus diesem Grund ist das Ermittlungsverfahren am 12.01.2026 eingestellt worden."

Was heißt das konkret? Kommen die Retter-Gefährder davon? Das Verfahren "kann und wird bei Eingang neuer Hinweise wieder aufgenommen werden", so Hellmich. Ruhig schlafen können die Angreifer also hoffentlich auch weiterhin nicht. (mmb) +++

Andreas Hellmich, Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda
Archivbild: O|N / Moritz Bindewald

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