Zukunft auf dem Eisenberg

Stillgelegten Lift reaktivieren: IG Hope for the Rope informiert über die Pläne

Auf dem Eisenberg steht ein Ski-Lift, welcher aktuelll leider außer Betrieb genommen wurde
Archivbilder: O|N/André Söllner/Moritz Rös/Hans-Hubertus Braune

04.01.2026 / NEUENSTEIN/KIRCHHEIM - Es tut sich was auf dem 636 Meter hohen Eisenberg im Knüllgebirge. Nach all der Tristesse und den schlechten Nachrichten von Schließungen und verlassenen Orten sind es die Menschen aus der unmittelbaren Umgebung, die sich zusammenschließen und das Heft des Handelns in die Hand genommen haben.



Seit wenigen Tagen öffnet der Ski Club Neuenstein die Turmschänke auf dem Plateau sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr im Januar und Februar für ein paar Stunden und bietet dort den Einkehrern Getränke und ein kleines Speisenangebot. Das Ganze ist nur möglich, weil sich ehrenamtliche Mitglieder engagieren. Weitere Unterstützer sind auch hier willkommen. Der heimische Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard (CDU) hat sich ebenso über die Situation am Eisenberg informiert und grundsätzliche Unterstützung zugesagt.

Trist ist hingegen die Gegenwart des Skilifts. Der bisherige Betreiber hat den Betrieb eingestellt – die Folgen des Klimawandels sind natürlich in den Mittelgebirgen deutlich zu spüren. Ausreichend Naturschnee gab es hier schon seit mehreren Jahren nicht mehr. Eine Beschneiungsanlage lohnt sich auf dem vergleichsweise "kurzen" Skihang nicht wirklich - der alleinige Betrieb im Winter ist wohl nicht mehr darstellbar.

Alternative Lösungsansätze müssen her. Einfach aufgeben und den Lift abbauen lassen, ist nicht die Option vor allem von Roland Dostler, Walter Glänzer, Elmar Maria Henrich, Michael Nöding und Karl Heinz Hemel vom Ski Club Neuenstein. Sie tüfteln bereits seit einiger Zeit an einer Lösung.

Am 5. Februar 2026 soll der nächste Schritt auf dem Weg zur Reaktivierung auf dem Eisenberg erfolgen. Um 19 Uhr laden sie in das Bürgerhaus in Aua (Neuenstein, Landkreis Hersfeld-Rotenburg) zu einer Informationsveranstaltung ein. Mit dem Projekt "NatureTrails Eisenberg" geht die Interessengemeinschaft Hope for the Rope nun offiziell an die Öffentlichkeit.

Nachhaltiger, naturnaher Erlebnis- und Bewegungsraum

"Ziel ist es, den Eisenberg als nachhaltigen, naturnahen Erlebnis- und Bewegungsraum weiterzuentwickeln und gleichzeitig bestehende Infrastruktur langfristig zu sichern. Das Projekt verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz", schreiben die Initiatoren in einer Pressemitteilung.

Neben naturverträglichen Trails stehen vor allem Naturerleben, Gesundheitsförderung, Umweltbildung, Jugendarbeit, Gemeinschaft und regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt. Der vorhandene Lift soll perspektivisch auch im Sommer genutzt werden, während die Winternutzung für Skifahrer und Rodler ausdrücklich erhalten bleiben soll. Ein zentrales Anliegen der Initiatoren sei Transparenz und Beteiligung. Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich frühzeitig zu informieren, Fragen zu stellen und eigene Ideen einzubringen.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Projektidee, die inhaltlichen Bausteine sowie der aktuelle Planungsstand vorgestellt. Darüber hinaus wird aufgezeigt, welche Chancen das Projekt für Natur, Tourismus, Ehrenamt, Kinder und Jugendliche sowie die gesamte Region bietet. Ein offener Austausch ist ausdrücklich gewünscht – das Projekt soll gemeinsam mit der Bevölkerung weiterentwickelt werden. Die Interessengemeinschaft betont, dass es nicht um ein Einzelinteresse geht, sondern um ein langfristiges, nachhaltiges Vorhaben für den Eisenberg und die Region. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. (Hans-Hubertus Braune/pm) +++

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