Bilderserie vom Sonntag

Traumhafter Eisenberg: Sonnenwende, Fernsicht und Hütten-Bewirtung

Wintersonnenwende auf dem Eisenberg im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Fotos: Moritz Rös und André Söllner

23.12.2025 / NEUENSTEIN/KIRCHHEIM - Das hat es auf dem Eisenberg lange nicht gegeben: Mehrere hundert Menschen erfreuten sich am vierten Advent in 636 Metern Höhe. Der Hausberg der Hersfelder Region ist ein beliebter Treffpunkt vor allem für Wanderer, Radfahrer und Ausflügler aller Art.



Hier herrscht kein Ansatz von Massentourismus, ganz im Gegenteil. In den vergangenen Jahren war es fast zu ruhig. Der Berggasthof und die angrenzende Wanderhütte mit dem Borgmannturm waren oder sind geschlossen. Hier verirrten sich zuletzt einige Lost-Places-Anhänger. Die Eigentümer der Immobilie stammen aus den Niederlanden und hatten Insolvenz angemeldet, eine Nachnutzung scheiterte bislang.

Doch endlich tut sich was. Nach Gesprächen zwischen dem Niederländer und dem Ski-Club Neuenstein wird zumindest die Wanderhütte nun wieder regelmäßig geöffnet. Es steigt wieder Rauch aus dem Schornstein - ein gutes Zeichen. Der Verein will an den Wochenenden ein kleines Angebot aus Speisen und Getränken bereitstellen. OSTHESSEN|NEWS hatte am Freitag darüber berichtet.

"Die Menschen zum Berg"

Dass die Menschen sich nach dem Angebot auf dem Eisenberg sehnen, zeigt der Zuspruch am vierten Advent. "Die Menschen stehen zum Eisenberg", sagt der ehemalige Bürgermeister Walter Glänzer (CDU). Er ist gefühlt jeden Tag auf dem Eisenberg und ist einer der Antreiber, wenn es um die Zukunft des Berges geht.

"Ich bin allen dankbar, die sich mit uns für den Eisenberg einsetzen", sagte Glänzer im OSTHESSEN|NEWS. Ob der Ski-Club Neuenstein, die Bergwacht aus Neuenstein, der Hersfelder Wanderverein um Conny Tippelt oder Heidi Englisch und weitere Unterstützer wie Karl-Werner Brauer - sie alle haben es möglich gemacht. Auf einer Wiese wurde das Feuer zur Sonnenwende entzündet. Auch in der Hütte herrschte Betrieb, der Turm wurde ebenso rege genutzt. Selbst der Wettergott hat alles gegeben. Sonnenschein, nahezu Windstille und eine traumhaft schöne Fernsicht. "Man konnte sogar die Spitzen vom Inselsberg im Thüringer Wald sehen. Und natürlich das Radom auf der Wasserkuppe", sagte Glänzer.

Nach dem mutmachenden Auftakt wollen die Anwohner in weiteren Gespräche Konzepte für einen sanften Tourismus auf dem Eisenberg weiter entwickeln. Es gibt bereits schöne Fabel-Wanderwege, etwa den Eisenberg-Steig von Bad Hersfeld, die herrliche Natur sowieso. Leider aber auch einen Lift, dessen Betrieb eingestellt wurde. Mit der Teil-Reaktivierung der Wanderhütte ist ein eindrucksvoller Neustart gelungen. Der Immobilienbesitzer aus den Niederlanden will im Januar nächsten Jahres wiederkommen.

Sehen Sie nachfolgend einige Eindrücke vom vierten Advent auf dem Eisenberg von unseren O|N-Fotografen Moritz Rös und André Söllner. (Hans-Hubertus Braune) +++

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