Das läuft, wenn’s klingelt (8)

In Ehrenberg geht es heiß her: Wild-West-Sounds statt Rhöner-Klänge


Montage: Janina Hohmann

03.01.2018 / FUSSBALL - Es ist der Moment in jedem Fußballspiel. Zappelt der Ball im Netz, entfacht sich auf und neben dem Feld eine uferlose Euphorie. Ein Glücksgefühl, von Adrenalin getränkte Momente. Spannung, die sich entlädt. Ein Moment, der beinahe auf jedem Sportplatz musikalisch untermalt wird. In unserer neuen Serie stellen wir während der Winterpause die Torhymnen der Region vor. Heute machen wir mit der SG Ehrenberg weiter, die zu Wild-West-Sounds statt Rhöner Klängen jubeln. 


Ja, wer jetzt denkt, dass auf den Ehrenberger Sportplätzen in Thaiden, Seiferts sowie Würstensachsen, das Kreuzberglied als Torhymne eingesetzt wird, der hat falsch gedacht. Treffen nämlich Kapitän Steffen Kümmel und Co. in die Maschen, dann wird aus der Rhön ganz plötzlich die Wüste Nevadas (Bundestaat in den USA, Anm. d. Red.)und der Sportplatz in Wüstensachen zur Ponderosa-Ranch.

„In Wüstensachsen, dass habe ich mir sagen lassen, wird Bonanza gespielt“, so Ehrenbergs Spielertrainer Romeo Schäfer lachend. Die Kult-Serie aus den 1960er Jahren brachte den Rhönern also ihre Torhymne. Doof ist nur, dass die SG Ehrenberg in der laufenden Spielzeit noch nicht einmal zum Bonanza-Intro jubeln konnte. Dies liegt allerdings nicht daran, dass die Schäfer-Elf keine Tore schießt. Insgesamt trafen die Ehrenberger schon 15 Mal vor heimischer Kulisse.

Spielertrainer Schäfer klärt uns allerdings auf und kann sich dabei ein Lachen nicht verkneifen: „Wir hatten dieses Jahr einfach noch kein Heimspiel in Wüstensachsen.“ Hat die SG Ehrenberg doch den Luxus auf dei Plätzen spielen zu dürfen. Es wird also höchste Zeit, dass durch das Rhöner Dörfchen Wüstensachsen das Bonanza-Intro schallt - ein Ohrwurm ist hier vorprogrammiert. An der fehlenden Treffsicherheit der SGE liegt es auf jeden fall nicht. (fvo) +++




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