Rezept für den Herbst-Klassiker
Tipps vom Profi: Wie macht man eine richtig gute Kürbissuppe?
Fotos: Victor Brühl
27.10.2026 / REGION -
Wenn es draußen kalt wird, sich die Blätter verfärben und man morgens kaum die Hand vor Augen sieht, dann weiß man: Es ist Herbst. Kaum ein Gericht steht mehr für die bunte Jahreszeit und ist gleichzeitig so vielfältig wie die Kürbissuppe. Doch wie bereitet man den Klassiker eigentlich wie ein Profi zu? Volker Elm ist Koch, Genussbotschafter und eine Fuldaer Ikone. Er hat O|N gezeigt, dass das Grundrezept wirklich simpel ist.
Für das klassische Kürbissuppen-Rezept haben wir in diesem Fall die wohl gängigste Sorte, den Hokkaido-Kürbis, verwendet. Volker Elm nannte ihn scherzhaft "Kürbis für Faule", da man ihn nicht schälen muss.
Eine Kürbissuppe eignet sich perfekt zum Experimentieren
"Wir haben heute ein ganz klassisches Grundrezept gemacht, mit Kürbis und Möhre - ich mache noch Kartoffeln mit rein für die Cremigkeit. Wir haben aber auch Orange für den Frische-Kick mit dabei und den Ingwer mit seinen ätherischen Ölen", sagt der Koch. Danach habe man aber die Möglichkeit, sich kreativ auszutoben. Man kann Kokosmilch anstatt normaler Sahne hinzugeben, um dem Gericht eine asiatische Note zu verleihen. Die Grundzutaten, welche bei diesem Rezept nicht angebraten, sondern im Ofen gegart werden, ergeben dann fein püriert eine cremige Grundlage, deren Konsistenz mit Milch, Sahne, Weißwein oder mit einer selbstgemachten Gemüsebrühe angepasst werden kann. Durch das Hinzugeben von Flüssigkeit ändert sich zusätzlich aber auch der Geschmack, der im Falle von diesem Rezept mit einem "Ananas-Curry-Gewürz" und einem "Happy-Day-Booster" mit Zimt und Nelke seinen besonderen Charakter bekommt. "So kann man die Kürbissuppe vom deutschen Geschmack in den euroasiatischen, italienischen oder türkischen Raum bringen", erklärt der Koch - die Möglichkeiten sind also grenzenlos.
Das Rezept für Volker Elms perfekte Kürbissuppe
- 1 Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch
- Olivenöl zum Anbraten
- 1 Hokkaidokürbis
- 2 Kartoffeln
- 3 Karotten
- 2 Orangen
- 1 Stück Ingwer (daumengroß)
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 2-3 TL "Oh Happy Day"-Gewürz
- 1 TL "Ananas Curry"-Gewürz
- 1 Bund gehackte Petersilie
- Kürbiskerne
- Kokosmilch
- Kürbiskernöl
Die Zutaten, bis auf die Orangenhälften, können nun in den Mixer. Die Orangen können zudem schon mal ausgepresst und die Gemüsebrühe erhitzt werden. Nun heißt es: Die Zutaten pürieren, den O-Saft dazugeben und mit so viel Gemüsebrühe aufgießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, dann mit Gewürzen nach Wahl abschmecken.
Alles in einen Topf geben, erhitzen und die Kokosmilch erwärmen sowie aufschäumen. Danach im Teller anrichten und mit gehackter Petersilie, Kernen und Öl und gegebenenfalls mit etwas Kokosschaum verfeinern. Guten Appetit! (Philipp Gerhard) +++
Herbstmomente in Osthessen - weitere Artikel
Vom Boden bis in die Pfanne
Schätze des Waldes: Wie verarbeitet man gesammelte Pilze am besten?
Vorbereitung ist alles
Es ist Pilz-Saison! Das sollten Sammel-Anfänger im Wald beachten
"Mystische Stimmung"
Nebel, Stille und raschelndes Laub: Stimmungsvolle Herbstimpressionen
Ein Stück Landidylle am Stadtrand
Bunte Kürbiswelt auf dem Hofgut Bockmühl: "Das Schöne hier ist das Flair"