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Ein Stück Landidylle am Stadtrand

Bunte Kürbiswelt auf dem Hofgut Bockmühl: "Das Schöne hier ist das Flair"

Familie Bockmühl setzt auf Regionalität auf ihrem Hofgut in Fulda-Bronnzell. Jetzt in der Herbstzeit stehen natürlich die Kürbisse im Mittelpunkt.
Fotos: Maria Franco

03.10.2026 / FULDA - Zwischen leuchtenden Herbstfarben, freilaufenden Tieren und historischen Gemäuern scheint die Zeit auf dem Hofgut Bockmühl in Fulda-Bronnzell ein wenig langsamer zu vergehen. Gerade jetzt bringt der Familienbetrieb nicht nur klassische Hokkaido-Kürbisse zum Vorschein, sondern auch außergewöhnliche Sorten wie Bischofsmütze, Blauer Ungar und Baby Boo. Landwirtin Bettina Bockmühl erklärt gegenüber OSTHESSEN|NEWS: "Das Schöne hier ist das Flair. Viele Kunden sagen uns, dass man bei uns vor Ort ein bisschen in eine andere Welt eintaucht - und das, obwohl wir uns am Stadtrand befinden."



Regionalität, Nachhaltigkeit und das Wohl der Tiere stehen auf dem Hofgut Bockmühl im Mittelpunkt. Frische Eier, Schweinefleisch, Heu, Stroh und Kürbisse stammen aus eigener Erzeugung. "Unsere Tiere sind uns sehr wichtig. Wir möchten, dass es ihnen gut geht", betont die 58-Jährige. Auch eine Kooperation mit einem Imker besteht. Zusätzlich gehören im Sommer auch Sonnenblumen zum Angebot.

Große Sortenvielfalt im Kürbisanbau

Der Kürbisanbau hat sich nach ersten Versuchen vor mehr als zehn Jahren inzwischen längst etabliert. "Vor rund sechs Jahren haben wir uns intensiver mit dem Thema beschäftigt. Alle Kürbisse werden bei uns ohne Pflanzenschutzmittel angebaut. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Erzeugnisse so ursprünglich und naturbelassen wie möglich bleiben."

Die diesjährige Saison stellte die Landwirte allerdings vor Herausforderungen. Der Sommer brachte viel Wärme, aber zu wenig Niederschlag. "Kürbisse mögen es sehr warm. Mit etwas mehr Wasser wäre es perfekt gewesen." Die Erntemenge sei daher geringer ausgefallen als erhofft. Einen Vorteil habe das trockene Wetter dennoch gehabt: "Der Geschmack ist in diesem Jahr besonders konzentriert."

Arbeiten Hand in Hand mit der Natur

Neben tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes Hermann spielt mittlerweile die nächste Generation eine entscheidende Rolle. Sohn Konstantin hat Agrarwissenschaften in Göttingen studiert und packt heute im Familienbetrieb fleißig mit an. "Landwirtschaft ist einfach mein Leben", sagt er. Er schätzt vor allem die Freiheit seines Berufs. "Ich kann mit der Natur zusammenarbeiten, aktiv etwas gestalten und unseren Hof weiterentwickeln", so der 28-Jährige.

Ein Hofladen mit Herz

Dieses Engagement der Familie spiegelt sich im Hofladen wider, der mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist. Obwohl er auf Selbstbedienung setzt, ist der persönliche Kontakt zu den Kunden weiterhin unabdingbar. "Wir setzen auf Ehrlichkeit. Unsere Kunden wissen unser Konzept sehr zu schätzen." Abschließend stellen die Bockmühls heraus: "Die Arbeit macht uns Spaß. So möchten wir auch künftig Menschen aus der Region mit unseren Produkten begeistern, sie inspirieren und mit ihnen ins Gespräch kommen." (Maria Franco) +++

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