Zuwachs bei Erwachsenentaufe in Europa
"Antisemitismus ist eine Sünde" - so endet die Deutsche Bischofskonferenz
Fotos: Felix Weigl
01.10.2026 / FULDA -
Zu ihrer Vollversammlung, dem obersten Gremium der Deutschen Bischofskonferenz, treffen sich alle katholischen Orts- und Weihbischöfe zweimal im Jahr - im Frühling und im Herbst. Bei der Abschlusspressekonferenz im Fuldaer Dompfarrzentrum am Donnerstagvormittag war das mediale Interesse hoch.
Nach Stimmenzuwachs der AfD - "Antisemitismus ist Sünde"
Wilmer drückte zu Beginn aus, wie beunruhigt die Bischöfe über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt und das damit verbundene AfD-Wachstum sind. In diesem Zuge machte er klar: "Die Bischofskonferenz steht gerade jetzt solidarisch hinter Bischof Gerhard Feige und dem Bistum Magdeburg - wir stärken allen den Rücken. Es ist trotzdem erschreckend, wenn mehr als 43 Prozent der Menschen die AfD wählen. Eine Partei, die dem christlichen Gottes- und Menschenbild widerspricht und die die Grundwerte unseres Zusammenlebens in Frage stellt." Steigende Zahlen der Erwachsenentaufe in Europa
Neben diesen Sorgen kann die Kirche aber auch einen Erfolg verzeichnen: die steigenden Zahlen der Erwachsenentaufe in Europa. Von 2019 bis 2025 sind hohe prozentuale Veränderungen zu erkennen. Vor allem Frankreich mit einem Zuwachs von 210 Prozent ist dabei ein Vorreiter. In Schweden waren es 140 Prozent und Belgien 119 Prozent Zuwachs. "Die Analyse der Zahlen in Frankreich zeigt, dass der deutliche Anstieg der Erwachsenentaufen keine Trendumkehr ist", so Bischof Wilmer. Auch in Deutschland mit 28 Prozent Zuwachs wolle und werde man Menschen in ihrer Verschiedenheit gut auf ihrem Weg begleiten. Dabei sei eins besonders entscheidend: "Die Menschen lernen dadurch, dass es jemanden gibt, zu dem sie beten können, der immer da ist - auch nachts." Erste Ergebnisse zur Aufklärung und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch
Ein besonders spannendes Thema stellt die Aufklärung und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche dar. Dazu benannte Dr. Beate Gilles, Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, erste Fortschritte: "Die bischöfliche Fachgruppe für sexuellen Missbrauch und der Gewalterfahrung hat mit der Umfrage an Bistümer im Jahr 2025 erste Ergebnisse erzielt. Dazu soll am 2. Dezember eine Pressekonferenz stattfinden." 2026 gab es eine erneute Fragerunde. Hier stehen die Ergebnisse aber noch aus.
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