Es hat leider nicht gereicht!

Barockstadt Fulda-Lehnerz unterliegt im Hessenpokalfinale gegen Wiesbaden

Die SGB unterliegt im Hessenpokalfinale knapp mit 1:2 gegen Wehen Wiesbaden.
Fotos: Andre Söllner

24.05.2026 / OFFENBACH - Vor 3.579 Zuschauern im Offenbacher Stadion hätte es für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz kaum dramatischer werden können. Das Hessenpokalfinale gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden war über 90 Minuten Nervennahrung pur - und endete für die Föllsche Elf mit einer bitteren, aber keineswegs verdienten 1:2-Niederlage.


Fulda von Beginn an auf Augenhöhe

Wer einen klar überlegenen Drittligisten erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Die Barockstadt versteckte sich von der ersten Minute an nicht. Moritz Dittmann setzte früh Akzente, Tobi Göbel kombinierte stark im Mittelfeld - und in der 17. Minute hätte es fast die Führung gegeben: Nach einem Querpass von Göbel stand Dittmann goldrichtig, schaltete aber einen Tick zu langsam. Die größte Chance der Anfangsphase blieb ungenutzt.

"Wir hätten in Führung gehen können oder sogar müssen", sagte Barockstadt-Trainer Daniyel Cimen nach dem Spiel – und er hatte recht.

Flotho-Tor kurz vor der Pause trifft Fulda ins Mark

In der 36. Minute dann der Dämpfer: Moritz Flotho traf zur Wiesbadener Führung - mit etwas Pech für die Barockstadt, die sich kurz zuvor durch Samuel Zapico noch vor einem zweiten Gegentreffer gerettet hatte. Mit dem 0:1 ging es in die Halbzeit. Für Wehen-Trainer Daniel Scherning war das zu wenig: "Vor der Pause müssen wir das Spiel killen." Vor dem Pausenpfiff hatte Wiesbaden ein paar Riesenchancen.

Pomnitz-Fernschusstor - und dann das bittere 1:2

Direkt nach Wiederanpfiff schlug Fulda zurück. Leon Pomnitz zog aus 17 Metern ab, der Ball kugelte vom Innenpfosten ins Netz - 1:1. Das Stadion bebte. Die Barockstadt war in dieser Phase die klar bessere Mannschaft, der Druck wurde größer, das Momentum kippte.

Doch dann, in der 59. Minute, das Muster der ersten Hälfte: Wehen nutzte einen schlafenden Moment der Fuldaer Druckphase eiskalt aus. Lukas Schleimer traf zum 1:2 - und brachte die Wiesbadener erneut in Führung.

Rote Karte, sieben Minuten Nachspielzeit - und kein Lucky Punch

Die Schlussphase gehörte der Barockstadt. Wehen-Akteur Gillekens sah in der 90.+3. Minute die gelb-rote Karte, sieben Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt, das Stadion stand. Doch der Lucky Punch blieb aus. Am Ende pfiff Schiedsrichter Christoph Rübe das wohl bedeutendste Spiel der Vereinsgeschichte der SGB ab. Allerdings blieben in der Schlussphase einige Pfiffe aus, zum Leidwesen der SGB-Fans. Es war ein Kann-, aber kein Muss-Elfmeter.

"Wir sind unheimlich stolz auf die Mannschaft", sagte Cimen. Und das war keine Floskel. Wehen-Coach Scherning zollte ebenfalls Respekt: "Das war heute ein Spiel auf Augenhöhe. Man hat gesehen, dass es die zweitbeste Mannschaft der Regionalligarückrunde war." Die SG Barockstadt verlässt Offenbach ohne Pokal - aber mit aufrechtem Kopf. (Nicolas Kraus)+++

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