Auftakt im Retter-Mekka
"Welthauptstadt des Rettungswesens" - 500 Aussteller aus 28 Nationen vertreten
Fotos: Martin Engel
07.05.2026 / FULDA -
Von Mittwoch bis Freitag - von 9 bis 17 Uhr - lädt das Blaulicht-Mekka auf das Messegelände in Fulda-Galerie. Die Messe ist bereits seit Wochen ausgebucht. Rund 500 Aussteller aus 28 Nationen sind vertreten. Neben europäischen Ländern sind unter anderem Anbieter aus den USA, China, Israel, der Türkei, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie erstmals auch aus Thailand vertreten. Im Fokus stehen Produkte und Konzepte für Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Zivil- und Katastrophenschutz.
Messemacher Hommel: "Wir haben Großes vor!"
Außerdem formulierte er den Anspruch, sich stetig weiterzuentwickeln. "Wir haben Großes vor! Zu unserem 25-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr haben wir einiges im Petto." Großschadenslagen rücken laut Hommel immer weiter in den Fokus. "Wir müssen uns vorbereiten auf immer häufiger auftretende Katastropheneinsätze." Gleichzeitig gehe es - wenn das Thema auch in den Hintergrund gerückt sei - um den Klimawandel. "Wir müssen mit Mut und Tatkraft in die Zukunft gehen."Innenminister Poseck: "Fulda ist Welthauptstadt des Rettungswesens"
Auch Hessens Innenminister Roman Poseck ist vor Ort - in diesem Jahr erstmals ganz offiziell zum Empfang. "Ich habe vor einem Jahr die RETTmobil zum ersten Mal als Innenminister besuchen dürfen und war zutiefst beeindruckt", erklärt er. Aktuell lasse sich feststellen, dass Fulda die "Welthauptstadt des Rettungswesens" sei. "Ich bin stolz, diese Messe in Hessen zu haben, die Sie, lieber Herr Hommel, über die letzten mehr als 20 Jahre geprägt haben."Wandel über das Vorstellbare hinaus
Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, lobte den Netzwerkcharakter der Messe. "Erste Gespräche zur Gründung eines europäischen Feuerwehrverbands wurden auf dieser Messe geführt." Sowohl mit Blick auf die Einsatz-Szenarien, wie auch die technischen Entwicklungen, betonte er: "In den nächsten Jahren werden wir Dinge erleben, die wir uns noch gar nicht vorstellen können." Außerdem kündigte Banse an, im nächsten Jahr zur Jubiläumsauflage die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen.Wie groß der Wandel tatsächlich ist, macht der wissenschaftliche Leiter der Messe deutlich - mit Zahlen, die aufhorchen lassen. Notfallarzt Prof. Dr. Peter Sefrin - Wissenschaftlicher Leiter der RETTmobil: "Rettung setzt sich zusammen aus zwei Teilen: Der Technik und der Medizin. Insbesondere die Notfallmedizin hat sich in den letzten Jahren massiv geändert", hebt er hervor. Retter sähen sich heute Lagebildern gegenüber, die es früher schlicht nicht gab. Man müsse sich darauf vorbereiten, 1.000 Verletzte am Tag in Deutschland zu haben. Das sei heute schlicht noch nicht leistbar. Als Beispiel führte er die jüngste Attacke in Leipzig an. "So etwas gab es früher schlicht nicht!"
Intensive Reklame für den Hessentag
Ein immer wiederkehrendes Thema neben dem Rettungswesen: das anstehende Landesfest in der Domstadt. Die Redner betrieben "intensive Reklame" - Fulda werde in Kürze erneut zur Landeshauptstadt, wenn hier der Hessentag abgehalten werde. Doch zurück zum Blaulicht-Mekka: Der traditionelle Abschluss der RETTmobil erfolgt am 8. Mai um 17 Uhr mit dem traditionellen "Abhupen" und der Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge vom Gelände. Bis dahin erwartet die Besucher aber noch einige Tage echter Retter-Rummel. (Moritz Bindewald) +++
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