Milliarden-Projekt mit hessischer Handschrift
Europaminister Pentz lobt Fraport-Flughafen: "Arbeit hier vor Ort ist fantastisch"
Fotos: Christian P. Stadtfeld
18.04.2026 / ANTALYA -
Antalya wird zum Schauplatz großer Politik - und großer wirtschaftlicher Interessen. Während sich Staats- und Regierungschefs zum Antalya Diplomacy Forum (ADF) versammeln, nutzt Hessens Europaminister Manfred Pentz (CDU) die Bühne auch für wirtschaftliche Gespräche. Im Fokus: ein Treffen mit Verantwortlichen der Fraport AG - an einem der wichtigsten Airports der Mittelmeerregion. Es geht um Milliardeninvestitionen, internationale Verbindungen - und die Rolle Hessens in einer globalisierten Welt.
Der Flughafen Antalya gehört mit rund 38,9 Millionen Passagieren im Jahr 2025 zu den wichtigsten Drehkreuzen der Mittelmeerregion. Für den hessischen Fraport-Konzern ist er nach Frankfurt am Main sogar der zweitgrößte Standort weltweit. 2025 wurde am türkischen Standort ein Umsatz von 561,3 Mio. Euro erwirtschaftet, ein Plus von 45,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Fraport sichert sich Konzession bis 2051
Hinter diesen Zahlen steht ein Projekt von enormer wirtschaftlicher Bedeutung - auch für Hessen. Die Betreibergesellschaft Fraport TAV hat sich 2021 mit einem Gebot von 7,25 Milliarden Euro die Konzession für den Betrieb bis 2051 gesichert.Der Airport selbst wurde in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert: Die Terminalfläche wurde auf 330.000 Quadratmeter erweitert, die Zahl der Flugsteige deutlich erhöht, ebenso die Stellplätze für Flugzeuge. Neue Einrichtungen wie VIP- und CIP-Terminals, ein Frachtzentrum sowie ein neuer Kontrollturm sind Teil der Ausbauoffensive.
Antalya als Knotenpunkt globaler Interessen
Der Besuch zeigt deutlich: Antalya ist nicht nur ein Urlaubsziel, sondern ein strategischer Knotenpunkt - wirtschaftlich wie politisch. Der Flughafen spielt dabei eine Schlüsselrolle.Für Hessen eröffnet das Treffen mit Fraport neue Perspektiven: Es geht um Investitionen, internationale Zusammenarbeit und die Frage, wie sich regionale Interessen in einer global vernetzten Welt behaupten lassen. (Christian P. Stadtfeld, z.Zt. in Antalya) +++
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