Milliarden-Projekt mit hessischer Handschrift

Europaminister Pentz lobt Fraport-Flughafen: "Arbeit hier vor Ort ist fantastisch"

Wichtiges Treffen in Antalya! Hessens Europaminister Manfred Pentz trifft Dr. Frank Quante, General Manager vom Fraport TAV Antalya Airport.
Fotos: Christian P. Stadtfeld

18.04.2026 / ANTALYA - Antalya wird zum Schauplatz großer Politik - und großer wirtschaftlicher Interessen. Während sich Staats- und Regierungschefs zum Antalya Diplomacy Forum (ADF) versammeln, nutzt Hessens Europaminister Manfred Pentz (CDU) die Bühne auch für wirtschaftliche Gespräche. Im Fokus: ein Treffen mit Verantwortlichen der Fraport AG - an einem der wichtigsten Airports der Mittelmeerregion. Es geht um Milliardeninvestitionen, internationale Verbindungen - und die Rolle Hessens in einer globalisierten Welt.



Der Flughafen Antalya gehört mit rund 38,9 Millionen Passagieren im Jahr 2025 zu den wichtigsten Drehkreuzen der Mittelmeerregion. Für den hessischen Fraport-Konzern ist er nach Frankfurt am Main sogar der zweitgrößte Standort weltweit. 2025 wurde am türkischen Standort ein Umsatz von 561,3 Mio. Euro erwirtschaftet, ein Plus von 45,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Genau hier setzt der Besuch von Manfred Pentz an. Am Rande des internationalen Diplomatie-Forums trifft sich der CDU-Spitzenpolitiker mit Vertretern der Fraport - einem der zentralen Player im globalen Flughafenmanagement. Auch OSTHESSEN|NEWS ist vor Ort in der Türkei und berichtet ausführlich über den Besuch des Europaministers. Das Treffen dürfte weit mehr sein als ein reiner Höflichkeitsbesuch. Denn: Der Flughafen wird derzeit massiv ausgebaut. Allein für die Erweiterung des internationalen Terminals wurden laut Fraport rund 850 Millionen Euro investiert. Die Kapazität liegt inzwischen bei 40 Millionen Passagieren jährlich - mittelfristig soll sie sogar auf bis zu 80 Millionen steigen.

Fraport sichert sich Konzession bis 2051

Hinter diesen Zahlen steht ein Projekt von enormer wirtschaftlicher Bedeutung - auch für Hessen. Die Betreibergesellschaft Fraport TAV hat sich 2021 mit einem Gebot von 7,25 Milliarden Euro die Konzession für den Betrieb bis 2051 gesichert.

Für Pentz, der sich in Hessen um Bundes- und Europaangelegenheiten kümmert, ist das ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Als Europaminister vertritt er nicht nur politische Interessen, sondern auch wirtschaftliche Verbindungen seines Bundeslandes. Dass ein hessisches Unternehmen einen der größten Flughäfen der Türkei betreibt, unterstreicht die internationale Reichweite.

Der Airport selbst wurde in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert: Die Terminalfläche wurde auf 330.000 Quadratmeter erweitert, die Zahl der Flugsteige deutlich erhöht, ebenso die Stellplätze für Flugzeuge. Neue Einrichtungen wie VIP- und CIP-Terminals, ein Frachtzentrum sowie ein neuer Kontrollturm sind Teil der Ausbauoffensive.

Antalya als Knotenpunkt globaler Interessen

Der Besuch zeigt deutlich: Antalya ist nicht nur ein Urlaubsziel, sondern ein strategischer Knotenpunkt - wirtschaftlich wie politisch. Der Flughafen spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Gegenüber OSTHESSEN|NEWS sagte Pentz in Antalya: "Die Freundschaft zwischen Hessen und der Türkei ist langfristig, sie ist stabil und wir arbeiten daran, dass sie nachhaltig ist. Vor allem die hessische Fraport AG leistet am Flughafen Antalya fantastische Arbeit. Davon konnte ich mich bei diesem Besuch wieder überzeugen. Deutsche Ingenieurskunst wird in der Türkei sehr geschätzt und unsere hessische Verlässlichkeit ebenso." Und Dr. Frank Quante, General Manager Fraport TAV Antalya Airport, freute sich über den hohen Besuch: "Minister Pentz ist ein wichtiger Unterstützer für uns. Unser Engagement hier in der Türkei wird von der Politik stark wahrgenommen und das Land Hessen trägt dazu maßgeblich bei." Der Flugenhafen-Chef warb für Antalya als sicheres Land: "Besuchen Sie uns hier."

Für Hessen eröffnet das Treffen mit Fraport neue Perspektiven: Es geht um Investitionen, internationale Zusammenarbeit und die Frage, wie sich regionale Interessen in einer global vernetzten Welt behaupten lassen. (Christian P. Stadtfeld, z.Zt. in Antalya) +++


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