Rücktritt gefordert
Rauswurf von Staatssekretär Umut Sönmez: Wie geht es weiter in der SPD?
Foto: Peter Jülich/ HMWVW
16.04.2026 / WIESBADEN -
Die Entlassung von SPD-Staatssekretär Umut Sönmez sorgt für Wirbel in der SPD. Zwar stehen die Abgeordneten der Partei offiziell hinter der Entscheidung, aber der Druck auf Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori wächst. Und auch auf die SPD. Der Blick geht am Wochenende nach Baunatal - zum Landesparteitag.
Bei einer internen Fastnachtsveranstaltung im Februar soll es zu mehrfachen Grenzüberschreitungen von Sönmez gegenüber einer Mitarbeiterin gekommen sein. Vor wenigen Tagen entschied sich Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) zu einem entscheidenden Schritt - und trennte sich umgehend von seinem Staatssekretär. Sönmez selbst streitet die Vorwürfe ab.
Rücktritt gefordert
Die Fraktion steht hinter der Entscheidung des Wirtschaftsministers: "In der SPD gibt es keinen Platz für diese Thematik. Deswegen ist die Entscheidung des Ministers richtig", sagte der Fraktionsvorsitzende Tobias Eckert nach der Fraktionssitzung Anfang der Woche laut der hessenschau. Von Hessens Ministerpräsident hieß es wenige Tage nach dem Rauswurf auf Nachfrage von O|N: "Der Ministerpräsident nimmt die Vorwürfe sehr ernst und dringt auf eine rasche, lückenlose Aufklärung." Doch nicht alle sind so zurückhaltend mit ihrer Meinung gegenüber Mansoori und seinem Ministerium. Grünen-Fraktionsvorsitzender Mathias Wagner bezeichnete das Wirtschaftsministerium als "Chaosministerium". Die AfD forderte sogar Mansooris Rücktritt.
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