Erste Ergebnisse der Obduktion

Todesursache klar? Neue Erkenntnisse zum Leichenfund in der Ohmstraße

Eine Nachricht, die die gesamte Region schockierte: der Leichenfund in der Fuldaer Ohmstraße. Etwa vier Monate ist es her, dass ein 62-jähriger Bewohner tot im Treppenhaus des Wohnhauses aufgefunden worden war. Jetzt liegen neue Erkenntnisse vor.
Archivfotos: O|N/Marvin Myketin

28.03.2026 / FULDA - Eine Nachricht, die die gesamte Region schockierte: der Leichenfund in der Fuldaer Ohmstraße. Etwa vier Monate ist es her, dass ein 62-jähriger Bewohner tot im Treppenhaus des Wohnhauses aufgefunden worden war. Lange Zeit gab es keine neuen Informationen, doch jetzt liegen neue Erkenntnisse vor: Der tote Mann wies schwere Verletzungen auf, vermutlich durch einen Treppensturz. Von Seiten der Staatsanwaltschaft heißt es jedoch: Diese waren wohl nicht die Todesursache. Endgültige Ergebnisse stehen weiterhin aus.



Am Sonntag, 23. November 2025, wurde gegen 12 Uhr in einem Wohnhaus in der Ohmstraße in Fulda eine Leiche gefunden. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um einen 62-jährigen Bewohner handelte. "Nach derzeitigen Erkenntnissen hat der 62-Jährige gegen Mitternacht eine Lokalität im Bereich des Gemüsemarktes in Fulda verlassen und sich zu seiner Wohnanschrift in der Ohmstraße begeben", hieß es in einer damaligen Pressemitteilung der Behörden. Um die genauen Todesumstände zu klären, nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Die Staatsanwaltschaft ordnete zudem eine Obduktion an.

Fremde Gewalteinwirkung könne nicht ausgeschlossen werden

Gegenüber OSTHESSEN|NEWS bestätigte Staatsanwalt und Pressesprecher Andreas Hellmich jetzt neue Ergebnisse. So seien im Rahmen der Obduktion neben diversen Hämatomen und Schürfungen an den Extremitäten eine Zerreißung des linken Ohres, die Sprengung eines Halswirbels sowie ein Schädel-Hirn-Trauma am Leichnam festgestellt worden. Derzeit lasse sich nicht beweisen, dass die Verletzungen durch fremde Gewalteinwirkung entstanden sind. Das könne allerdings noch nicht ausgeschlossen werden. Die Gerichtsmedizin nennt als plausibelste Erklärung einen "mehraktigen Treppensturz."

Die dabei entstandenen Verletzungen seien laut Sektionsgutachten aber nicht tödlich gewesen. "Vielmehr ziehen die Obduzenten als Todesursache eine akute Alkohol-/Drogenintoxikation in Verbindung mit erheblichen Vorschädigungen von Herz und Lunge in Betracht", heißt es von Hellmich. Die toxikologischen Untersuchungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen.

Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, berichten wir nach. (mis) +++

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