Malteser in Hosenfeld und Großenlüder

Neue Rettungswachen im Landkreis: Bessere Notfallversorgung als zuvor

Der Landkreis Fulda stärkt die Notfallversorgung, indem er neue Rettungswachen in Hosenfeld und Großenlüder eröffnet und so die Einsatzzeiten für beide Gemeinden sowie die umliegenden Orte deutlich verkürzt.
Fotos: Smilla Lauth

24.01.2026 / REGION - Dass jeder, der in der Region medizinische Hilfe benötigt, diese auch zeitnah erhält, ist ein außerordentliches Privileg. Damit der Landkreis Fulda künftig noch besser notfallmedizinisch versorgt ist, kam es zum Jahreswechsel zu einer entscheidenden Veränderung: Fortan wird die Rettungswache Kleinlüder in die Kerngemeinde Großenlüder integriert; außerdem werden neue Standorte in Hosenfeld, Hünfeld und Flieden etabliert.



Am Freitagvormittag wurden die zwei Standorte in Hosenfeld und Großenlüder unter Leitung der Malteser eröffnet. In Hosenfeld fehlt noch die Fahrzeughalle und auch weitere Feinarbeiten stehen an. Der Standort Großenlüder sei vorerst eine Lösung für die ersten Jahre. Die Rettungswache soll in Zukunft im Kernort und näher an der Feuerwache untergebracht werden. Doch das Wichtigste: Ab sofort können die Einsatzkräfte von dort ausrücken. Darüber freuen sich auch Frederik Hohnstein, Bürgermeister von Hosenfeld, und Florian Fritzsch, Bürgermeister von Großenlüder. Für beide ist das eine klare Verbesserung für die Notfallversorgung.

Der Standort Hosenfeld wird künftig primär für die Kerngemeinde Hosenfeld, Hauswurz, Kauppen, Giesel und Kleinlüder zuständig sein, während der Standort Großenlüder künftig seine Zuständigkeit vor allem im Bereich des Kerngebiets der Gemeinde Großenlüder (außer Kleinlüder), Bad Salzschlirf, Lüdermünd und Malkes haben wird.

Eine dringende Notwendigkeit

"Wir sind im Landkreis Fulda mit hervorragendem Personal gesegnet", sagt der erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt. "Nur dank der vielen Menschen, die Tag für Tag in den Rettungsfahrzeugen sitzen, können wir uns darauf verlassen, Hilfe auch zu erhalten, wenn wir sie brauchen. Gerade deshalb sind uns ehrenamtliche Strukturen so wichtig - denn sie sind ein zentraler Baustein für die erstklassige gesundheitliche Versorgung hier bei uns im Landkreis Fulda."

2023 kam es zu mehr als 35.000 Einsätzen; zugleich steigerte sich diese Zahl jedes Jahr kontinuierlich. Malteser-Bereichsleiter Dirk Rasch des Rettungsdienstes Hessen-Ost hob in diesem Zusammenhang hervor: "Das verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, die Strukturierung der Rettungswachen auf eine solche Weise zu optimieren, dass zu jedem Zeitpunkt eine bestmögliche Versorgungssicherheit gewährleistet ist."

Markus Wiesler, Wachleiter der Rettungswachen Großenlüder und Hosenfeld, begrüßt den Schritt des Landkreises zur Neugestaltung der Rettungswachenstruktur "Diese dezentralen Standorte ermöglichen es uns, 24/7 effektiv zu operieren, während sich zugleich für die Bürgerinnen und Bürger die Eintreffzeiten der Mannschaften erheblich verkürzen." Eine klare Verbesserung für die Versorgung aller.

Mit den neuen Rettungswachen setzt der Landkreis Fulda ein deutliches Zeichen: Nähe, Schnelligkeit und Verlässlichkeit sollen auch in Zukunft garantiert sein – damit Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird. (Marvin Hucke) +++

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