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Zukunft der medizinischen Versorgung

Krankenhausreform stellt Hünfelder Geriatrie auf die Probe

Die Helios-Klinik in Hünfeld: Was passiert mit der Geriatrie?
Foto: O|N Archiv

23.10.2026 / HÜNFELD - Erst im Juli eröffnet, jetzt fehlt sie in den Plänen des Landes: Die Zukunft der Geriatrie an der Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld ist ungewiss. In der veröffentlichten Übersicht zur geplanten Vergabe der Leistungsgruppen der Kliniken in Hessen ist die Altersmedizin für den Standort nicht aufgeführt. Eine endgültige Entscheidung ist das allerdings noch nicht.



Acht Leistungsgruppen sind für Hünfeld vorgesehen: Allgemeine Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, Komplexe periphere arterielle Gefäße, Hüft- und Knieendoprothetik, HNO sowie Palliativ- und Intensivmedizin. Geriatrie fehlt. Für das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und die Main-Kinzig-Kliniken in Schlüchtern ist sie dagegen eingeplant.



Mit den Leistungsgruppen wird im Zuge der Krankenhausreform festgelegt, welche Behandlungen die einzelnen Häuser künftig anbieten sollen. Dabei zählen unter anderem die personellen und technischen Voraussetzungen sowie der Versorgungsbedarf. Die Kliniken können zu den vorläufigen Zuweisungen Stellung nehmen. Die endgültige Vergabe plant das hessische Gesundheitsministerium für Dezember.

Ziel der Geriatrie: Versorgung älterer Menschen stärken

Für Helios steht damit ein erst wenige Monate altes Angebot auf dem Prüfstand. Zum 1. Juli 2026 hatte der Konzern die geriatrische Abteilung in Hünfeld eröffnet. Als Ziel nannte Helios die wohnortnahe Versorgung älterer Menschen nach akuten Erkrankungen oder Operationen. Die Behandlung soll helfen, Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederzugewinnen und eine Rückkehr ins vertraute Umfeld zu ermöglichen.



Schon die Ankündigung von Helios, eine geriatrische Abteilung eröffnen zu wollen, hatte Verwunderung und Kritik ausgelöst. Das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda sah keinen zusätzlichen Bedarf. Geschäftsführer Michael Sammet verwies auf die bestehenden Angebote und darauf, dass es keine Wartezeiten gebe. Helios begründete den Ausbau dagegen mit der demografischen Entwicklung und der Bedeutung der Altersmedizin für die Grund- und Regelversorgung.



Auf Anfrage von O|N auf die aktuelle Entwicklung, teilt Helios-Sprecherin Cornelia Grimm schriftlich mit: "Wir bewerten derzeit die Erstzuweisungen und befinden uns im Anhörungsverfahren wie alle anderen Kliniken auch." Weitere Details können derzeit nicht genannt werden. Auf die Frage, ob die Eröffnung der Abteilung zum 1. Juli verfrüht gewesen sei, erhielt die Redaktion keine Antwort.



Die endgültigen Bescheide zu den Leistungsgruppen sollen im Dezember dieses Jahres von der Landesregierung an die Kliniken verschickt werden. (Karl Kovacs) +++

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