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Krankenhausreform in Hessen

Klinikum Hanau erhält alle beantragten Leistungsgruppen

Foto: Klinikum Hanau
Das Klinikum in Hanau

06.10.2026 / HANAU - Das Klinikum Hanau kann sein bisheriges medizinisches Angebot voraussichtlich auch künftig aufrechterhalten. Im Zuge der Krankenhausreform hat das Land Hessen dem Haus vorläufig alle 32 beantragten Leistungsgruppen zugewiesen.



Für das Klinikum Hanau ist die Entscheidung des Landes Hessen ein wichtiges Signal. Mit der vorläufigen Zuweisung der 32 beantragten Leistungsgruppen erhält das Krankenhaus eine klare Perspektive für die künftige Versorgung von Patienten in Hanau und der Region. Das teilt die Klinikum Hanau GmbH mit.

Die Krankenhausreform soll medizinische Leistungen stärker bündeln und Behandlungen an Standorten konzentrieren, die bestimmte Qualitätsvorgaben erfüllen. Künftig entscheidet die Zuweisung von Leistungsgruppen darüber, welche Behandlungen ein Krankenhaus anbieten darf. Nicht jedes Haus wird sein Angebot vollständig erhalten können.

Das Klinikum Hanau sieht sich durch die Entscheidung in seiner bisherigen Ausrichtung bestätigt. Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, betont die Bedeutung des Hauses für Stadt und Region: "Für eine wachsende Stadt und eine starke Region brauchen wir ein leistungsfähiges Klinikum. Entscheidend ist, dass sich die Menschen auch künftig auf eine hervorragende medizinische Versorgung in Hanau verlassen können. Das Klinikum ist und bleibt ein zentraler Pfeiler der Daseinsvorsorge unserer Stadt und der Region."

Anerkennung für die Beschäftigten

Geschäftsführer Stefan Gröger wertet die vorläufige Zuweisung als Anerkennung für die Beschäftigten. "Dass alle 32 beantragten Leistungsgruppen vorläufig zugewiesen wurden, bestätigt die hohe Qualität unserer medizinischen Arbeit. Hinter diesem Ergebnis stehen die Leistungen unserer Mitarbeitenden aus Medizin, Pflege, Therapie und vielen weiteren Berufsgruppen."

Zugleich sei die Entscheidung ein Auftrag, die Versorgung weiterzuentwickeln. Das Klinikum wolle seinen Weg konsequent fortsetzen und die Gesundheitsversorgung der Zukunft aktiv mitgestalten, sagt Gröger.

Spezialisierung und Zusammenarbeit

Eine Stärke des Klinikums liegt nach eigenen Angaben im Zusammenspiel zahlreicher medizinischer Fachrichtungen. Diagnostik und Therapie könnten auch bei komplexen Erkrankungen an einem Standort erfolgen.

"Moderne Medizin wird immer spezialisierter. Gleichzeitig steigt die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen", sagt Chefarztsprecher Prof. Dr. med. Peter Langer. "Genau diese Verbindung aus Spezialisierung und interdisziplinärer Versorgung zeichnet uns am Klinikum Hanau aus."

Als Beispiel nennt das Klinikum die Onkologie. Das Haus verfügt nach eigenen Angaben als Onkologisches Zentrum nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses über spezialisierte Strukturen und fachübergreifende Behandlungskonzepte für Menschen mit Krebserkrankungen.

Ausbau des Gesundheitsstandorts

Das Klinikum Hanau will seine Rolle als spezialisierter Maximalversorger in der Region weiter ausbauen. Geplant sind unter anderem die Weiterentwicklung medizinischer Zentren und Schwerpunkte, der Ausbau ambulanter Angebote, Digitalisierung sowie eine engere Vernetzung verschiedener Versorgungsbereiche.

"Das Gesundheitswesen verändert sich gerade nachhaltig. Wir wollen diese Entwicklung nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten", sagt Gröger. Ziel sei es, die Menschen in Hanau und der Region weiterhin umfassend, qualitätsorientiert und auf hohem medizinischem Niveau zu versorgen. (pm/ksk)



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