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"In Auftrag gegeben"

Brandruine der "MöbelPiraten" wird abgerissen - Eigentümer will Areal verkaufen

Die Brandruine im Bad Hersfelder Stadtteil Hohe Luft soll Anfang des Jahres 2027 endlich abgerissen werden
Fotos: Hans-Hubertus Braune

29.10.2026 / BAD HERSFELD - Die Brandruine im Bad Hersfelder Stadtteil Hohe Luft soll endlich verschwinden. Vor gut zwei Jahren zerstörte ein Großbrand an der Hünfelder Straße den Wohn- und Einrichtungsdiscounter "MöbelPiraten" völlig. Seitdem sind die größtenteils zerstörten Gebäudeteile hinter einem Bauzaun Zeugnis des Schadens im siebenstelligen Millionen-Euro-Bereich.



Ebenfalls im Jahr 2024 und rund fünf Monate vor den "MöbelPiraten" ist ein zweiter Möbeldiscounter am Rand der Innenstadt in der Gutenbergstraße ausgebrannt. Dort wurden die Reste vor einiger Zeit entfernt, die betroffene Fläche wurde bis heute nicht neu bebaut.

Ähnliches "droht" nun auch dem Areal an der Hünfelder Straße. Ein zunächst angedachter Neuaufbau scheint zumindest unwahrscheinlich.

"Ja, wir haben den Abriss der Ruine in Auftrag gegeben. Er soll im Januar 2027 beginnen. Die weitere Zukunft steht momentan noch nicht fest. Gebäude und Grundstück sind unser Eigentum und wir suchen derzeit nach einem Käufer", erklärte das Unternehmen mit Sitz in Großalmerode (Werra-Meißner-Kreis) auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS.

Dass sich in Kürze offenbar tatsächlich etwas an dem Brandort tun soll, bewertet die Stadt als positives Zeichen. Zuletzt war es in dem Gebäude wiederum zu kleineren Bränden und damit zu Einsätzen der Feuerwehr gekommen. "Die Nachricht, dass der Eigentümer des ehemaligen Möbelpiraten-Standorts in Bad Hersfeld die Brandruine abreißen lässt, ist für uns eine positive Entwicklung. Nachdem dort nun zwei Jahre eine Brandruine stand, bildet der Abriss in naher Zukunft einen Neuanfang und gleichzeitig die Möglichkeit, das Quartier städtebaulich weiterzuentwickeln", sagte die Bürgermeisterin Anke Hofmann auf O|N-Nachfrage.

Stadt hat keinerlei Einflussmöglichkeiten

Sie macht aber auch deutlich: "Grundsätzlich haben wir als Stadtverwaltung außerhalb des B-Plans keinerlei Einflussmöglichkeiten auf die weitere Entwicklung des Grundstücks – dies ist Sache des Eigentümers. Da das Grundstück in der Vergangenheit immer abgesichert war, ergab sich bisher keine Gefährdung für die öffentliche Sicherheit und in der Folge auch kein Anlass für die Verwaltung, hier tätig zu werden." (hhb) +++

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