Bis zu zwei Wochen Aufräumarbeiten

Wenn der Sturm vorüber ist, beginnt ihre Arbeit

Die ganze Nacht und den Morgen waren Fahrzeuge der Straßenmeistereien unterwegs um die Sturmschäden zu beseitigen
Fotos: Felix Weigl

20.08.2026 / REGION - Nach wochenlanger Trockenheit zog am Mittwochabend ein heftiges Gewitter über Osthessen. Schwere Regenfälle, starke Sturmböen - in Schlitz im Vogelsbergkreis wütete sogar ein Tornado. Einsatzkräfte wurden bis tief in die Nacht zu einer Vielzahl von Einsätzen alarmiert. Besonders auf die Straße gestürzte Bäume oder überschwemmte Fahrbahnen wurden häufig gemeldet. Während viele Menschen am Donnerstagmorgen bereits auf weitgehend freien Straßen unterwegs sein konnten, hatten andere eine lange Nacht hinter sich.



Glücklicherweise ohne Schwerverletzte tobte am Mittwochabend ein Unwetter über die Region. Bäume verloren ihre Kronen oder stürzten auf die Straßen, die noch immer trockenen Böden konnten die enormen Regenmengen kaum aufnehmen, es kam zu überschwemmten Fahrbahnen. Besonders schwer wurde der Vogelsbergkreis getroffen. Hier wurden unter Denkmalschutz stehende Gebäude beschädigt, Ziegel wurden von Dächern gerissen, ein Baum stürzte auf ein parkendes Auto. Wie durch ein Wunder wurde auch hier niemand schwer verletzt.

Weltuntergangsstimmung am Abend - trotzdem waren die meisten Straßen bereits am frühen Morgen wieder befahrbar. Dank Feuerwehr und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßenmeistereien, die teilweise bis tief in die Nacht im Einsatz waren. "Wir haben nach Dienstende bis zum nächsten Morgen eine Bereitschaft für genau solche Fälle", erklärt uns der Betriebsdienstleiter der Straßenmeisterei Gersfeld von Hessen Mobil.

Nachtschicht für Straßenmeisterei

So wurden am Abend die entsprechenden Mitarbeiter informiert. Diese sind ausgerückt und haben mit den Aufräumarbeiten begonnen - bis in die frühen Morgenstunden. "Wir sind zuständig für Bundes-, Landes- und Kreisstraßen über den Verbund Fulda, in Zusammenarbeit mit den Nachbarmeistereien Neuhof und Hünfeld", ergänzt der Betriebsdienstleiter. Gefährliche Bäume müssen beseitigt, Straßen kontrolliert und die Fahrbahnen wieder freigeräumt werden. Bis die Aufräumarbeiten komplett abgeschlossen sind, wird es noch ein bis zwei Wochen dauern.

Appell an Bürger

Auch das Polizeipräsidium Osthessen war mit einer Vielzahl an Einsätzen bis tief in die Nacht gefordert. "Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und der Straßenmeistereien konnten längere Vollsperrungen verhindert werden", berichtet Marc Leipold, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessens. "Sollten Bürgerinnen und Bürger bei solchen Unwettern eine Gefährdung feststellen, sollen diese den Notruf wählen und sich nicht selbst in Gefahr begeben", appelliert er.

Regen wird aktuell gebraucht, aber nicht in diesen Mengen in kurzer Zeit. Weniger Niederschlag, dafür aber über einen längeren Zeitraum, ist notwendig, damit sich Grundwasserspiegel, Felder und Wälder wieder erholen können. Die stürmische Nacht zeigt: Wenn andere längst Schutz vor dem Unwetter suchen, beginnt für viele erst die Arbeit. (fw) +++

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