Politiker drehen Runde auf Festival

Kultusminister Gremmels begeistert vom Haune-Rock: "Das muss so bleiben"

Hessens Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur Timon Gremmels (Mitte im Haune-Rock-T-Shirt), die heimische Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus sowie Landtagsabgeordnete und Bürgermeister besuchten am Freitagabend das Festival in Odensachsen
Fotos: Felix Weigl

18.07.2026 / HAUNETAL - Es ist bereits eine kleine Tradition beim Haune-Rock in Odensachsen: Haunetals Bürgermeister Timo Lübeck hat am Freitagabend wieder zu einem lockeren Empfang in die Camper-Lounge des beliebten Musikfestivals eingeladen. Zur neunten Auflage mischte sich Hessens Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels (SPD), unter die 2.500 Festivalbesucher.



"Ich merke die Leidenschaft des gesamten Ortes, das ist etwas Großartiges und muss so bleiben. Das Haune Rock ist etwas ganz Besonderes in Hessen", sagte Gremmels. Gerade in Zeiten, in denen es für viele Menschen schwieriger wird und gesellschaftliche Verunsicherung durch die internationale Lage herrscht, hält so ein Wochenende, zu bezahlbaren Preisen unterwegs zusammen zu sein, eine Gemeinschaft zusammen. Deshalb sind Kultur und solche Festivals wichtig, das macht eine Gesellschaft aus", sagte der Minister.

Haunetals Bürgermeister Timo Lübeck begrüßte ebenso die heimische Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen) sowie die Landtagsabgeordneten Stefanie Klee (CDU) und Tanja Hartdegen (SPD), Landrat Torsten Warnecke (SPD), die Bürgermeisterin Anke Hofmann sowie Bürgermeistersprecher Thomas Rohrbach aus der Nachbargemeinde Niederaula, weitere Rathauschefs und politische Vertreter aus der Marktgemeinde Haunetal und Sponsoren.

"Es ist wieder ein Rekordfestival. Fast alle aus dem Dorf, fast alle Vereine helfen mit. Wir sind rund 300 ehrenamtliche Helfer. Die Leute sind gut gelaunt. Gerade in der aktuellen Zeit ist das Festival ein kleines Stück heile Welt", sagte Lübeck. Festivalorganisator Sascha Ruppert dankte den politischen Vertretern und den Sponsoren für ihre jahrelange Unterstützung. Das Haune-Rock-Festival steht auf gesunden Füßen und finanziert sich seit zwei Jahren ohne Fördermittel. Die Unterstützung während der Coronavirus-Pandemie hat dem Festival über die schwierige Zeit geholfen. Damals konnte im ersten Jahr der Pandemie eine kleine Version mit 750 Besuchern durchgeführt werden. Die Leute feierten das Haune-Rock so ein wenig in einem offenen Stall mit Boxen.

Das ist zum Glück Geschichte. Doch Ruppert sprach auch ein Thema an, welches vielen Veranstaltungen und Festivals Sorge bereitet. "Wir Festivals in Hessen sind alle in einer WhatsApp-Gruppe vernetzt und tauschen uns aus. Andere Orte haben große Probleme, wenn einzelne Bewohner solch eine Veranstaltung verhindern wollen. Einzelne Bewohner dürfen nicht so eine Macht haben", sagte Ruppert und wünscht sich im Sinne der Kollegen eine Lösung. "Wir müssen die Feste schützen", sagte Ruppert. In Odensachsen stehe das ganze Dorf hinter dem Haune-Rock, das sei längst nicht überall so.

Tesfaiesus berichtete, dass aktuell im Bundestag zu diesem Thema eine Diskussion angestoßen wurde und sie sich dafür einsetzt, dass Festivals als Kulturstätten und nicht nur als Vergnügungsstätten gelten. Damit werden die Veranstaltungen insgesamt gestärkt. Bei einem gemeinsamen Rundgang übers Festivalsgelände machten sie sich ein Bild, wie die vielen Familien mit Kindern, verschiedenen Generationen alle zusammen friedlich die Musik und die Atmosphäre feierten. Eine schöne Zeit zu haben - das ist das Haune-Rock-Festival in Odensachsen. (Hans-Hubertus Braune) +++

Haune-Rock 2026 - weitere Artikel

↓↓ alle 14 Artikel anzeigen ↓↓

X