"Frankfurt ist die Nummer eins"
Das neue Terminal 3 geht ans Netz: Der Mehrwert wirkt bis Osthessen - Bilder
Fotos: Carina Jirsch
23.04.2026 / FRANKFURT/M. -
"Der Wurm muss dem Fisch schmecken"
Für den bekannten Architekten ist jedoch eines entscheidend: "Ich bin der Meinung, dass wir unsere öffentlichen Gebäude einfach wieder attraktiver machen müssen. Wichtig ist, dass sich die Passagiere hier wohlfühlen, einfachste Wege gehen. Sie sollen hier keinen Stress haben. Der Wurm muss nicht dem Architekten schmecken, sondern dem Fisch", brachte Mäckler seine Intentionen auf den Punkt. Leuchtturmprojekt auch für Bickhardt Bau SE
Mit der Inbetriebnahme des Terminal 3 am Flughafen Frankfurt wird nicht nur eines der größten Infrastrukturprojekte Europas in den Dienst gestellt, sondern zugleich endet auch ein Leuchtturmprojekt von Bickhardt Bau, das vor etwas mehr als zehn Jahren, am 5. Oktober 2015, mit dem ersten Spatenstich für die Baugrube des Terminal 3 begann. Seitdem hat die Unternehmensgruppe mit verschiedenen Fachabteilungen in unterschiedlichen Phasen und Gewerken maßgeblich zur Realisierung beigetragen. Bickhardt Bau ist ein Beispiel zahlreicher Firmen aus Osthessen, die an der Realisierung des neuen Terminals mitgewirkt haben. Allein der Bau war ein Wirtschaftstreiber.Zeitplan trotz Krisen eingehalten
In den politischen Redebeiträgen machten die Minister klar, dass vom Terminal 3 ein Signal ausgehe. Die Realisierung des Flughafenausbaus beweise, dass Deutschland solche Großprojekte stemmen könne. Man habe sich frühzeitig auf eine gemeinsame Planung festgelegt und diese nicht mehr geändert. Trotz Krisen wie der Coronaviruspandemie konnte der anspruchsvolle Zeitplan eingehalten werden.Gemeinsamer Dialog und Respekt
Natürlich war auch Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef sichtlich stolz. Der Sozialdemokrat fand in Rheins Rede zweimal lobende Erwähnung, was selbst Josef etwas verwunderte. Die Laune war also bestens. Neben der Bedeutung für die Region und die wirtschaftliche Entwicklung merkte der Oberbürgermeister aber auch an, dass ebenso bedeutend die kritischen Worte der Flughafengegner zu berücksichtigen seien. Aufgabe von guter Politik sei es, im gemeinsamen Dialog und gegenseitigem Respekt zu handeln. Nur in Frieden könne eine Region entwickelt werden. Josef erklärte abschließend ebenso deutlich: "Der Flughafen ist die Visitenkarte internationaler Besuche. Wenn es dem Flughafen gut geht, geht es der gesamten Region gut." Ab Donnerstag: Terminal 3 muss Mehrwert beweisen
Nach gut zwei Stunden Programm mit Reden, erstklassiger Musik und Häppchen wie Apfelkuchen auf Brot, Lachs oder Blumenkohlsüppchen war der Festakt am frühen Nachmittag bereits Geschichte. Nun bereitet sich das Terminal 3 auf den reellen Betrieb vor. Ab Donnerstagmorgen muss das Megaprojekt beweisen, dass es einen echten Mehrwert für die Passagiere, die Wirtschaft, die Rhein-Main-Region bietet und somit Frankfurt im national und vor allem international brutal harten Wettbewerb in herausfordernden Zeiten seine Stellung behaupten kann. (Hans-Hubertus Braune) +++
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