Gigantisches Projekt am Flughafen

MP Boris Rhein bei Terminal 3-Eröffnung: "Frankfurt ist die Nummer eins"

Eröffnung des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen mit Ministerpräsident Boris Rhein (CDU, rechts) und Fraport-Chef Stefan Schulte
Fotos: Carina Jirsch

22.04.2026 / FRANKFURT/M. - Mit einem Festakt der Superlative wird aktuell das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eröffnet. Nach gut zehn Jahren Bauzeit und privat finanzierten Kosten in Höhe von rund vier Milliarden Euro wird das gigantische Bauprojekt also seiner Bestimmung übergeben. Am Donnerstagmorgen gegen fünf Uhr wird das erste Flugzeug am Terminal 3 andocken.



Am heutigen Mittwochvormittag wird erstmal gefeiert. Fast die komplette Ministerriege mit Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) an der Spitze hat sich im Marktplatz eingefunden. Auch die ehemaligen Ministerpräsidenten Roland Koch und Volker Bouffier sind da. Ebenso Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Die französische Startrumpeterin Lucienne Renaudin Vary eröffnet den Festakt in dem futuristischen Marktplatz absolut würdevoll.

In einem ersten Statement sagte Rhein: "Es ist großartig, dass das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt am heutigen Mittwoch eröffnet wurde. Als größtes privat finanziertes Infrastrukturprojekt in Europa zeigt es: Deutschland kann es. Deutschland kann bauen. Wir können anspruchsvolle Projekte stemmen. Das Qualitätssiegel "Made in Germany" besteht nach wie vor. Das neue Terminal stärkt unseren Luftverkehrsstandort und unsere Wirtschaft. Wir brauchen starke Flughäfen, damit unser Land international angebunden bleibt. Deshalb wollen wir Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Luftverkehr stärken."

Bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch in Frankfurt sagte der Regierungschef: "Der Flughafen Frankfurt ist ein Drehkreuz von Weltrang und die klare Nummer Eins aller deutschen Flughäfen. Wir müssen dafür sorgen, dass das so bleibt. Das neue Terminal spielt dafür eine entscheidende Rolle – es stärkt unseren Luftverkehrsstandort und unsere Wirtschaft enorm. Wir beweisen damit: Deutschland kann bauen. Wir können anspruchsvolle Projekte stemmen. Das Qualitätssiegel "Made in Germany" besteht nach wie vor", sagte Rhein und fügte hinzu: "Der Flughafen Frankfurt ist Hessens größter Arbeitgeber und ein bedeutender Standortfaktor. Wir brauchen starke Flughäfen, damit unser Land international angebunden bleibt. Deshalb wollen wir Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Luftverkehr stärken."

Deutschland könne sich nicht länger staatlich verordnete Wettbewerbsnachteile leisten, sagte der Ministerpräsident. "Hessens Wohlstand ist untrennbar mit einem leistungsfähigen Luftverkehr verbunden: Mehr Luftverkehr schafft mehr Wachstum. Deshalb müssen wir das Jahr 2026 zum Comeback-Jahr der deutschen Luftfahrt machen. Ich begrüße sehr, dass die Bundesregierung ein erstes Entlastungspaket für die Luftfahrtbranche beschlossen hat. Wir brauchen jetzt rasch weitere Entlastungen für Airlines und Passagiere bei den Gebühren, bei der Regulierung und bei den Standortkosten."

"Dieser Tag ist ein besonderer Tag – für Fraport, für den Standort Frankfurt, für Hessen und weit darüber hinaus", betonte Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. "Mit Terminal 3 eröffnen wir heute eines der modernsten Terminals Europas und stellen uns damit langfristig für die Zukunft auf. Dieser Neubau ist nicht nur ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung unseres Flughafens, sondern steht zugleich als Symbol für die hervorragende Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Alle haben durch ihre Expertise, ihr Herzblut und ihr Können maßgeblich zum Erfolg beigetragen", ergänzt Schulte.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagte: Ein starker, wettbewerbsfähiger Luftverkehrsstandort Deutschland braucht einen starken, wettbewerbsfähigen Flughafen Frankfurt. Hubs wie dieser Flughafen sind zentral für den Luftverkehr in Deutschland. Sie binden kleinere Städte und regionale Flugplätze an den internationalen Luftverkehr an. Damit ermöglichen sie die enge Vernetzung und einen effizienten Luftverkehr. Durch das neue Terminal erweitern sich die Kapazitäten des Frankfurter Flughafens um bis zu 19 Millionen Fluggäste pro Jahr. Und er ist bereits jetzt ein Vorzeigeprojekt, indem er für den digitalen Fortschritt gerüstet ist: Ein hoher Automatisierungsgrad und biometrische Technologien wie etwa die Gesichtserkennung ermöglichen eine sichere und effiziente Abfertigung der Fluggäste. Mein Dank gilt allen Akteuren, die an diesem neuen Terminal tatkräftig mitwirken: von den Planungs- und Bauteams über die Flughafenbetriebe und Sicherheitsdienste bis hin zu den Airlines, Bodenverkehrsdiensten und Servicekräften. Sie sorgen jeden Tag dafür, dass alles reibungslos läuft und man hier gern abhebt und landet."

Lesen und sehen Sie im Laufe des Tages die Eindrücke von der Eröffnung des Terminals 3 mit vielen Statements, Bildern und einem Videobeitrag. Unser OSTHESSEN|NEWS-Team mit Carina Jirsch, Maurice Schumacher und Hans-Hubertus Braune ist vor Ort dabei. (hhb) +++

X