CSU-Kandidat für Rhön-Grabfeld

Christof Herbert: "Landrat wird für mich kein Job, sondern eine Lebensaufgabe"

Biolandwirt, Musiker und Kommunalpolitiker: Vielfältiger könnten die Rollen eines Bewerbers für den Landratsposten kaum sein.
Fotos: Erik Spiegel

23.02.2026 / HOHENROTH - Biolandwirt, Musiker und Kommunalpolitiker: Vielfältiger könnten die Rollen eines Bewerbers für den Landratsposten kaum sein. Mit Christof Herbert bewirbt sich in Rhön-Grabfeld (Unterfranken) ein CSU-Politiker, der konsequent und konstant seine privaten, beruflichen und politischen Ziele verfolgt. OSTHESSEN|NEWS hat ihn auf seinem eigenen Bio-Bauernhof besucht und ihn gefragt, welche Pläne er für die Zukunft des Landkreises hat.



Herbert kommt aus Hohenroth (Rhön-Grabfeld) und ist dort auf dem Hof seiner Eltern aufgewachsen. Seit 18 Jahren ist er zudem kommunalpolitisch aktiv - als Mitglied des Kreistags, des Gemeinderats sowie als dritter Bürgermeister. Beruflich absolvierte er eine Ausbildung zum Schreiner und ist seit 2005 als Biobauer tätig. Mit 19 Jahren hat er den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb übernommen. Seitdem ist Christof Herbert als Bio-Landwirt und Pferdewirtschaftsmeister tätig. "Ich habe mich früh selbstständig gemacht, den elterlichen Hof übernommen und wieder aufgebaut. Die Region hat mir viel gegeben - jetzt möchte ich etwas zurückgeben", sagt er gegenüber O|N.

Als bekannt wurde, dass der bisherige Landrat Thomas Habermann nicht mehr zur Wahl antreten möchte, fiel die Entscheidung für eine Kandidatur auf Herbert. "Ich möchte Verantwortung für unsere Heimat übernehmen", macht er deutlich: Den Posten des Landrats versteht er nicht als Beruf, sondern als Lebensaufgabe, der er ab März gerne nachkommen würde. Dabei helfen soll ihm vor allem seine politische Erfahrung, aber auch seine Perspektive als Familienvater und Biobauer. "Wir brauchen Mut, Pragmatismus und Unternehmergespür", sagt er und stellt klar: "Wenn man Entscheidungen trifft, sollte man sich fragen: Welche Auswirkungen hat das auf die nächste Generation?"

Das möchte Herbert verändern und verbessern

In seiner Amtszeit möchte Herbert die Kernprobleme des Landkreises angehen und verfolgt dabei mehrere Ziele. Als zentrales Thema nennt er die wirtschaftliche Lage: "Die größte Sorge vieler Menschen ist momentan die wirtschaftliche Situation." Rund 1.700 Arbeitsplätze habe der Landkreis in den vergangenen Jahren verloren. Herberts Ansatz: "Wir müssen eine investitionsfreundliche und unternehmensfreundliche Atmosphäre schaffen. Der Status quo bleibt nicht mehr lange bestehen - das Rad dreht sich schneller."

Doch die Wirtschaft ist nicht das einzige Thema. Auch Digitalisierung und Modernisierung spielen für Herbert eine wichtige Rolle. Dazu gehört unter anderem, die Verwaltung schneller und effizienter zu gestalten. Gleichzeitig betont er die Bedeutung regionaler Identität: "Tradition ist die Grundlage unserer Identität - aber die Welt dreht sich weiter."

Attraktivität der Region steigern

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Attraktivität der Region: "Wir müssen Voraussetzungen schaffen, damit junge Menschen hier bleiben oder zurückkehren." Um dieses Ziel zu erreichen, nennt Herbert weitere Handlungsfelder: den ÖPNV, die medizinische Versorgung - insbesondere im ländlichen Raum -, die Pflege sowie die Zusammenarbeit mit den Kommunen. So spiegelten ihm Bürgerinnen und Bürger wider, dass die Wartezeiten bei Ärzten zu lang seien. Zugleich betont Herbert, dass die Problemlösung nicht allein in der Hand der Kommunalpolitik liege. Für den öffentlichen Nahverkehr formuliert er klare Erwartungen: "Der ÖPNV muss flexibler, intelligenter und effizienter werden."

Die Ziele sind formuliert, die Herausforderungen benannt. Nun bleibt abzuwarten, wie die Wahl im März ausgeht. "Mir liegt am Herzen, dass unsere Kinder und die junge Generation eine sichere und lebenswerte Zukunft im Landkreis haben", sagt Herbert zum Abschluss und blickt zuversichtlich nach vorn. (kg) +++

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