Eröffnung am Rennsteig
Osthesse Felix Bodes (27): Junger Direktor im neuen Hotel "Hohe Sonne"
Fotos: Hans-Hubertus Braune/Hendrik Urbin und Moritz Rös
14.01.2026 / EISENACH -
"Und, sind Sie schon nervös?", fragt die Fernsehredakteurin vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) am vergangenen Mittwoch. Knapp 48 Stunden waren es zu diesem Zeitpunkt noch bis zur großen Eröffnungsparty des Waldhotels und Restaurant "Hohe Sonne" oberhalb der Wartburgstadt Eisenach. Die Handwerker geben sich die Klinke in die Hand, jeder will was von ihm, dem Hoteldirektor.
Mit wohltuender Gelassenheit beantwortet Felix Bodes all die Fragen. Sein Handy klingelt, der Installateur der Kaffeemaschine ist da, auch das Geländer im Treppenhaus soll heute angebracht werden, im ersten Stock produziert die Marketingagentur Aufnahmen von den Zimmern, während eine Mitarbeiterin den Schrubber sucht. Der ganz normale Wahnsinn vor dem großen Tag der Eröffnung. Die ganze Region freut sich schon auf das neue Ausflugsziel.
Studium und der Weg der beruflichen Entscheidung
Direkt daneben eröffnet nun das Waldhotel "Hohe Sonne". Dass sein Sohn Felix hier einmal Hoteldirektor wird, war nicht unbedingt abzusehen. Nach dem Fachabi begann er das Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Fulda zusammen mit Cousins und Freunden. "Ich habe aber schnell gemerkt, dass dieses allgemeine BWL-Studium mir zu trocken war. Ich wollte irgendwas Spezifisches machen", erzählt Bodes. Da er in seiner Freizeit beim JFV Aulatal im Team der A-Junioren-Trainer mehrere Jahre aktiv war und ihm diese Rolle sichtlich Spaß bereitete, stand das Fachgebiet Sportmanagement zur Diskussion. Auch der Bereich Immobilienmanagement: Sein Vater ist in diesem Segment sehr erfolgreich unterwegs und sein Bruder Max hat es ebenfalls in die Baubranche verschlagen.Vom Münchener Hyatt an den Rennsteig
"Ich wollte dann aber mal raus aus der Region, eventuell ins Ausland, was anderes sehen", erzählt der junge Manager. Nachdem ein Engagement aus zeitlichen Erwägungen in Südtirol nicht klappte, wechselte er ins Büro der Hyatt-Hotelgruppe nach Mainz. Hier sammelt er wertvolle Erfahrungen in einer der größten Hotelketten der Welt. Aus dem Mainzer Büro heraus nutzte er die Gelegenheit, in einem internationalen Team im Hyatt in München die Koordinierung vor Ort zu übernehmen. Ob Oktoberfest, Sicherheitskonferenz, Nations League - das Hyatt in der bayerischen Landeshauptstadt hat praktisch pausenlos Hochbetrieb.Stärken im Team einbringen
Seit einem halben Jahr ist Felix Bodes bereits in Eisenach vor Ort, hat den Aufbau der Infrastruktur des Hotel- und Restaurantbetriebs gemeinsam mit Bauleiter Martin Lapp von Rebo-Consult koordiniert. "Ich glaube, er war ganz froh, dass ich als Ansprechpartner vor Ort war, wobei ich bei vielen Fragen, was das Bauen angeht, natürlich der Falsche war", sagt Bodes junior ehrlich. Dafür ist das Hotel sein Spezialgebiet und hier konnte er bereits seine Ideen einbringen. Für das Restaurant konnten sie ebenfalls absolute Profis gewinnen.Im Team zusammen das Waldhotel "Hohe Sonne" zu einem Top-Ausflugslokal zu entwickeln, ist das Ziel und die Motivation zugleich. "In der Bauphase hat man schon gesehen, wie groß der Andrang hier oben ist. Die Leute haben immer wieder durch die Fenster hineingeschaut, was sich hier tut. Die vielen Fingerabdrücke an den Scheiben waren nicht zu übersehen", lacht Felix. Er freut sich auf diesen spannenden Job. Nach den arbeitsintensiven Wochen und Monaten starten Felix Bodes und das knapp 20-köpfige Team nun in den Betrieb. Herzblut, Leidenschaft und Motivation – Felix Bodes beweist eindrucksvoll, dass junge Leute wollen und können, wenn man ihnen das Vertrauen schenkt. Für Eisenach und speziell den Ausflugsmagneten Hohe Sonne ist das Engagement der Familie Bodes ein Glücksfall.
Und natürlich wird es auch in Zukunft die Thüringer Rostbratwurst direkt am Rennsteig an diesem historischen Ort geben. Im Sommer öffnet zusätzlich ein großer Biergarten. Und so wird die Hohe Sonne ein Anlaufpunkt für die Einheimischen, für die Wanderer und Radfahrer, für Tagungsgäste, Urlauber und diejenigen, die ein feines Essen oder die rustikale Küche mit heimischen Produkten genießen wollen.
Ob er nervös sei, war ja die Frage vom Anfang. "Offen gestanden, nein", antwortete Felix Bodes der MDR-Redakteurin. Wer ihn kennt, hätte nichts anderes erwartet. Punktgenau am Freitagmittag war alles so weit fertig, die Gäste kamen in Scharen und feierten eine große Eröffnungsparty. Die Sektgläser sind inzwischen gereinigt, jetzt beginnt der reguläre Betrieb im Waldhotel. Auch das wird den jungen Hoteldirektor nicht aus der Fassung bringen. (Hans-Hubertus Braune) +++
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