Die Kandidaten im Interview
"Mir macht der Job unheimlich viel Freude": Florian Fritzsch vor der Wahl
Fotos: Moritz Pappert
03.11.2026 / GROßENLÜDER -
Zwei Kandidaten treten am 15. November bei der Bürgermeisterwahl in Großenlüder (Kreis Fulda) an. Neben Amtsinhaber Florian Fritzsch (parteilos) geht auch Viktoria Bullegato (FREIE WÄHLER) ins Rennen. OSTHESSEN|NEWS stellt die Kandidaten vor. Heute: Florian Fritzsch.
Seit 2021 steht Florian Fritzsch an der Spitze der Gemeinde Großenlüder. Bei der Bürgermeisterwahl am 15. November tritt der 44-Jährige erneut an. Für ihn ist Großenlüder mehr als nur der Ort, in dem er arbeitet. "Großenlüder ist meine Heimat", sagt er. Seit 2013 lebt Fritzsch hier mit seiner Frau und den drei Kindern. Wenn es der Terminplan zulässt, zieht es ihn zu den örtlichen Sportstätten – etwa ins Lüdertalstadion zu Teutonia Großenlüder oder in die Kreissporthalle zur HSG Großenlüder/Hainzell.
Der Bürgermeister macht deutlich: "Mir macht der Job einfach unheimlich viel Freude. Man kann tagtäglich etwas bewegen." Warum möchte er weitermachen? Für Fritzsch ist die Antwort klar: "Der Job des Bürgermeisters ist für mich mehr als nur ein Beruf. Es ist für mich eine Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung meiner Heimatgemeinde teilhaben zu können." In den vergangenen Jahren sei vieles angestoßen worden, zugleich gebe es noch zahlreiche Ideen und Projekte, an denen er weiterarbeiten wolle.
Eine Entscheidung aus seiner ersten Amtszeit hat in Großenlüder besonders hohe Wellen geschlagen. "Das war die Abschaltung der nächtlichen Straßenbeleuchtung", sagt Fritzsch. Die Maßnahme stieß in Folge der Energiekrise 2022 nicht überall auf Zustimmung. "Mittlerweile haben wir aber die modernste Straßenbeleuchtung im Landkreis Fulda." Und seit Anfang des Jahres sorgen die modernen LED-Leuchten für Licht und die Straßen sind wieder hell.
Was macht aus seiner Sicht einen guten Bürgermeister aus? "Er sollte nahbar sein, offen für die Menschen sein und offen für neue Themen. Am Ende des Tages muss er eine Art Moderatorenfunktion einnehmen, um in den gemeindlichen Gremien für die eigenen Ziele und Ideen Mehrheiten organisieren zu können", erklärt der 44-Jährige. Wichtig ist ihm dabei auch, Menschen in Entscheidungen einbeziehen zu können und Entscheidungen transparent darzulegen.
Wie lässt sich verhindern, dass junge Menschen Großenlüder verlassen? Fritzsch verweist auf den demografischen Wandel, der auch vor der Gemeinde nicht haltmache. "Die Bevölkerungszahlen sind langsam rückläufig. Mit der Entwicklung neuer Wohngebiete wollen wir als Gemeinde Möglichkeiten schaffen, sich langfristig vor Ort niederzulassen." Darüber hinaus sollen Jugenddialogveranstaltungen helfen, junge Menschen stärker mit einzubeziehen.
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