Kulturhof-Projekt in der Weimarer Straße

Perspektiven für das Feuerwehrmuseum: Neuer Standort gefunden?

Wie geht es weiter mit dem Fuldaer Feuerwehrmuseum?
Fotos: Marvin Myketin

23.09.2026 / FULDA - Wie geht es weiter mit dem Fuldaer Feuerwehrmuseum? Dieses Thema kam in der Sitzung des städtischen Ausschusses für Bauwesen, Stadtplanung, Klimaschutz und Mobilität am Dienstagabend zur Sprache. Der Leiter des Museums, Bernd Müller-Strauß, erklärte dabei: "Wir haben Großes vor."



Das Deutsche Feuerwehr-Museum hat seit 1988 seinen Sitz in der St. Laurentiusstraße in Fulda-Neuenberg. Schon seit mehreren Jahren gibt es konkrete Pläne, das Deutsche Feuerwehr-Museum gemeinsam mit der THW-historischen Sammlung zu einem Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Geschichte und Entwicklung des deutschen Bevölkerungsschutzes umfassend darzustellen und das Haus zugleich zu einem bundesweit ausgerichteten Museums-, Begegnungs- und Kongresszentrum weiterzuentwickeln.

Oberbürgermeister ist überzeugt: Das ist eine "einmalige Cahnce"

Bisher war dieser Schritt am bisherigen Standort in Neuenberg vorgesehen, jetzt ergibt sich die Möglichkeit einer Entwicklung an einem anderen Ort - und diese neuen Perspektiven liefert das Areal Weimarer Straße 22/24. "Die Neukonzeption des Museums in den Räumlichkeiten der ehemaligen Textilfabrik wurde im Magistrat wohlwollend aufgenommen", schreibt die Stadt Fulda in einer Pressemitteilung.

Auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ist überzeugt von dem neuen Museumskonzept: "Der Standort in der Nähe der Innenstadt, die kombinierten Förderperspektiven, die geeignete Gebäudestruktur und die möglichen Synergien an diesem Ort sind eine einmalige Chance. Mit der Nutzung der Liegenschaft in der Weimarer Straße bestünde die Chance, das Museum langfristig als modernen Ausstellungs- und Veranstaltungsort zu entwickeln." Zugleich sei es möglich, dass der jetzige Museumsstandort in der St.-Laurentiusstraße nicht baustellenbedingt für mehrere Jahre geschlossen werden muss.

Zwei Bauabschnitte für die Gesamtmaßnahme - Fördermittel von rund 18,5 Millionen Euro

Die Gesamtmaßnahme ist laut der Stadt Fulda in zwei Bauabschnitten vorgesehen. Neben der schrittweisen Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudebestandes eröffnet diese Aufteilung die Möglichkeit, für die unterschiedlichen Nutzungen jeweils geeignete Förderprogramme in Anspruch zu nehmen: Der Bauabschnitt 1 würde im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Wachstum und nachhaltige Erneuerung Langebrücke/Hinterburg" entwickelt. Hierbei sollen im südlichen Bereich des Gebäudekomplexes insbesondere Veranstaltungs- und Tagungsräume sowie ergänzende Seminar- und Projekträume entstehen. Die Räumlichkeiten sollen auch Vereinen, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürgern als niedrigschwelliger Ort für Veranstaltungen, Begegnung, Bildung und kulturelle Aktivitäten zur Verfügung stehen. Genau diese Vorstellung unterstützt auch Wingenfeld.

Für den Bauabschnitt 2 und das "Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks" sind unter anderem erhebliche Fördermittel des Bundes aus dem Programm "KulturInvest" und eine Landesförderung (als Hessentagsprojekt) in Aussicht gestellt. Der zweite Bauabschnitt soll im Norden des Gebäudekomplexes verwirklicht werden. Die vorhandenen Gebäudeteile sollen hierfür entsprechend den Anforderungen eines modernen Museums saniert, umgebaut und technisch ertüchtigt werden. Insgesamt rechnet die Stadt inklusive einer Spende aus einem privaten Nachlass mit Fördermitteln für das Gesamtprojekt Kulturhof Weimarer Straße von insgesamt rund 18,5 Millionen Euro.

Die Weimarer Straße könnte zum neuen Zentrum für Feuerwehr‑ und THW‑Geschichte werden - mit modernen Ausstellungsflächen, offenen Begegnungsräumen und einem starken bundesweiten Profil. Der Ausschuss nahm die Pläne zustimmend zur Kenntnis, nun liegt es an den weiteren politischen Beratungen, den nächsten Schritt zu gehen. Klar ist: Das Projekt bietet die Chance, ein traditionsreiches Museum weiterzuführen und zugleich einen neuen Kulturort für die ganze Stadt zu schaffen. (mis) +++

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