Gespräch mit dem Architekten
So soll das neue Feuerwehr-Museum in Fulda aussehen
Visualisierung: Atelier Brückner GmbH
09.10.2026 / FULDA -
Ein großzügig gestalteter Vorplatz, viel Glas und eine zentrale Lage: Das neue Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks ist für mehr als 20 Millionen Euro auf dem Areal der ehemaligen Textilfabrik in der Weimarer Straße geplant. OSTHESSEN|NEWS hat mit Architekt Eberhard Schlag gesprochen.
Für die Umsetzung des neuen Museums verantwortlich ist das Atelier Brückner aus Stuttgart. Das Architekturbüro ist spezialisiert auf Museen und Kulturbauten und ist weltweit im Einsatz. Unter anderem war es am Bau des Louvre Abu Dhabi Children's Museum (2023) und des Grand Egyptian Museums in Gizeh (2025) beteiligt.
Das Areal besteht aus zwei markanten Kopfbauten aus Backstein sowie drei großen Hallen mit hohen Decken. "Was es derzeit noch nicht gibt", so Schlag weiter, "sind der Außenbezug und die Außenwirkung". Soll heißen: Weil das Areal von der rückwärtigen Seite erschlossen ist und vorne eine Brandmauer errichtet wurde, wirkt es von der Stadtseite aus sehr verschlossen. Das soll sich nach den Plänen der Architekten ändern. Schlag: "Die Brandmauer wird entfernt, dadurch sorgen wir für Zugänglichkeit und machen deutlich, dass es ein öffentlicher Ort wird."
Entstehen soll laut Eberhard Schlag ein modernes und offenes Museum. Im Fokus stehen natürlich die Exponate von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW). Das Museum soll aber auch ein "Ort der Begegnung und des Austauschs" werden. Neben mehreren kleineren Räumen für Seminare oder Treffen ist ein großer Saal vorgesehen, in dem Tagungen, Kongresse und Kulturveranstaltungen stattfinden können.
Das neue Museum wird deutlich größer als das bestehende in Neuenberg: Schlag rechnet mit doppelt so viel Ausstellungsfläche, also etwa 3000 Quadratmetern.
Wie geht es weiter?
"Im nächsten Schritt steigen wir in den Planungsprozess ein, entwickeln konkrete Pläne und das technische Konzept", erläutert der Architekt. Ein Meilenstein werde der Bauantrag, der im ersten oder zweiten Quartal 2027 eingereicht werden soll.
Zu einem möglichen Eröffnungstermin möchte sich Schlag nicht äußern. Am Rande eines Termins mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer vor gut einer Woche wurden jedoch 2029 oder 2030 als Eröffnungsjahr genannt. Das hält Schlag für realistisch.
Eberhard Schlag freut sich jedenfalls auf das Projekt. "Ich habe den Eindruck, dass alle Beteiligten das neue Museum wollen und es einen großen Rückhalt in der Stadt und aus der Politik gibt. Das hat auch der Besuch von Herrn Weimer gezeigt." Das seien gute Voraussetzungen, um das Vorhaben zügig umzusetzen. (Karl Kovacs) +++