Die stärkste bis 2081

Naturschauspiel am Abend: Alles was Sie zur Sonnenfinsternis wissen müssen!

Alles was Sie zur Sonnenfinsternis am Abend wissen müssen
Symbolfoto: Pixabay

12.08.2026 / REGION - Am Abend lohnt sich in Osthessen der Blick zum Himmel: Der Mond schiebt sich vor die Sonne und sorgt für eine außergewöhnlich starke partielle Sonnenfinsternis. Über Osthessen werden rund 87,5 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt. Eine ähnlich starke partielle Sonnenfinsternis wird in Deutschland erst wieder im Jahr 2081 erwartet.



Los geht das Himmelsschauspiel gegen 19.20 Uhr. Seinen Höhepunkt erreicht die Finsternis gegen 20.15 Uhr, bevor das Ereignis mit dem Sonnenuntergang endet. Wer möglichst viel davon sehen möchte, sollte sich rechtzeitig einen geeigneten Platz suchen. Entscheidend ist vor allem eine freie Sicht nach Westen beziehungsweise Nordwesten, denn die Sonne steht am Abend bereits sehr tief über dem Horizont. Schon Bäume, Häuser oder eine Hügelkette können die Sicht versperren.

Wasserkuppe, Monte Kali oder Wartturm

Besonders geeignet können deshalb offene Felder und höher gelegene Aussichtspunkte sein. In Osthessen bieten sich unter anderem die Wasserkuppe sowie der Monte Kali bei Heringen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg an. Auf dem Gipfelplateau des Monte Kali ist eine geführte Beobachtung geplant, für die eine Anmeldung erforderlich ist. Am Wartturm in Eichenzell wird das Ereignis ebenfalls organisiert begleitet - dort stehen Teleskope und Sonnenfilter zur Verfügung, zudem sollen kostenlose Sonnenfinsternisbrillen ausgegeben werden.

Einen einzigen perfekten Platz gebe es allerdings nicht. Walter Gröning von der Volkssternwarte Wetterau betont mit Blick auf mögliche Aussichtspunkte: "Den einen Ort gibt es also nicht." Entscheidend bleibt, dass der Horizont tatsächlich frei ist.

Auch das Wetter dürfte den Himmelsbeobachtern entgegenkommen. Für Mittwochabend werden in Hessen überwiegend klare und trockene Bedingungen erwartet. "Höchstwahrscheinlich können wir die sehen", sagt hr3-Meteorologe Martin Gudd. Im Norden Hessens können zwar vereinzelt hohe Schleierwolken aufziehen, die Sicht soll dadurch aber voraussichtlich kaum beeinträchtigt werden.

Ohne Schutzbrille niemals in die Sonne schauen

Bei aller Vorfreude gilt jedoch eine wichtige Regel: Niemals ungeschützt direkt in die Sonne schauen. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus. "Beim Beobachten der Sonnenfinsternis sollten die Augen daher unbedingt geschützt werden", warnt Max Baier vom Regierungspräsidium Gießen.

Geeignete Sonnenfinsternisbrillen sollten ein CE-Zeichen tragen und die Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 erfüllen. Außerdem muss die Schutzfolie vor der Benutzung auf Kratzer, Risse oder andere Schäden kontrolliert werden. Auch Smartphones, Kameras, Objektive und Teleskope benötigen geeignete Sonnenfilter.

Wer zum ersten Mal eine Sonnenfinsternis erlebt, muss daraus allerdings keine Wissenschaft machen. Rainer Schmitz von der Sternwarte Hofheim rät: "Sich Zeit lassen, das Ereignis genießen und darüber nachdenken, was man da eigentlich sieht."

Und wer nach Sonnenuntergang noch nicht genug vom Nachthimmel hat, kann gleich weitermachen: In der Nacht zum Donnerstag erreichen auch die Perseiden ihr Maximum. (Constantin von Butler) +++

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