Himmelsspektakel über der Region

Sonnenfinsternis lockt zahlreiche Menschen auf Hessens Aussichtspunkte

Am Rauschenberg machten es sich zahlreiche Besucher auf mitgebrachten Decken oder Campingstühlen bequem und beobachteten das Himmelsspektakel.
Fotos: Maurice Schumacher

13.08.2026 / PETERSBERG - Ein seltenes Naturschauspiel hat am Mittwochabend zahlreiche Menschen in ganz Osthessen begeistert: Zwischen etwa 19:20 Uhr und 21 Uhr war zu beobachten, wie sich der Mond Stück für Stück vor die Sonne schob und für eine eindrucksvolle partielle Sonnenfinsternis sorgte.



Am Rauschenberg bei Petersberg (im Landkreis Fulda) machten es sich zahlreiche Besucher auf mitgebrachten Decken oder Campingstühlen bequem. Doch nicht nur bei Fulda verfolgten Himmelsbeobachter das Ereignis bei freier Sicht in Richtung Westen. Auch in Bad Hersfeld, Hünfeld, Lauterbach und den umliegenden Gemeinden blickten viele Menschen gespannt zum Abendhimmel. OSTHESSEN|NEWS war an vielen Locations unterwegs – schauen Sie gerne in die anderen Bildergalerien rein!

Höhepunkt kurz nach 20 Uhr

Zu Beginn der Finsternis zeigte sich zunächst eine kleine "Kerbe" am Sonnenrand. Im Verlauf der folgenden Stunde verdeckte der Mond immer größere Teile der Sonnenscheibe. Der Höhepunkt der Finsternis wurde in der Region kurz nach 20 Uhr erreicht. Dabei wurden je nach Standort rund 85 bis 90 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Zwar wurde es nicht dunkel wie bei einer totalen Sonnenfinsternis, dennoch nahm die Helligkeit spürbar ab.

Astronomen bezeichnen das Ereignis als eine der markantesten partiellen Sonnenfinsternisse, die von Deutschland aus in den kommenden Jahrzehnten zu beobachten sein werden. Besonders reizvoll war die Beobachtung, weil die Sonnenfinsternis mit dem bevorstehenden Sonnenuntergang zusammenfiel. Die Sonne stand während des gesamten Ereignisses bereits tief über dem westlichen Horizont. Dadurch boten sich vielerorts außergewöhnliche Fotomotive.

Sicherer Blick auf die Sonne

Für die Beobachtung waren geeignete Schutzmaßnahmen unerlässlich. Zahlreiche Besucher hatten spezielle Sonnenfinsternis-Brillen dabei. Andere nutzten selbst gebaute Projektionshilfen, etwa aus Schuhkartons, um das Ereignis gefahrlos zu verfolgen. Immer wieder wurden Brillen und Beobachtungsplätze untereinander geteilt, sodass viele Menschen das Naturschauspiel gemeinsam erleben konnten.

Teleskope auf den besten Aussichtspunkten

Für Astronomiefreunde und Hobbyfotografen in Fulda und Osthessen bot sich damit eine seltene Gelegenheit, ein außergewöhnliches Schauspiel am Abendhimmel festzuhalten. Ob auf dem Rauschenberg, der Wasserkuppe, dem Monte Kali in Heringen oder am Wartturm in Eichenzell: An zahlreichen Aussichtspunkten wurden Teleskope und Kameras aufgebaut, um die partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.

OSTHESSEN|NEWS
war während des Spektakels auf dem Rauschenberg und hat rumgefragt, wie die Menschen vor Ort die Sonnenfinsternis erlebt haben. Was die Besucher dazu sagen, gibt es im Video zu sehen - schauen Sie gerne mal rein! (jk) +++

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