Für faire Arbeit und Solidarität

Am 1. Mai: Kundgebung in der Domstadt - 150 Menschen setzen ein Zeichen

Rund 150 Menschen setzen am 1. Mai in Fulda ein Zeichen für Arbeitnehmerrechte.
Fotos: Rene Kunze

02.05.2026 / FULDA - Bei frühlingshaften Temperaturen haben sich am 1. Mai rund 150 Menschen in Fulda versammelt, um gemeinsam ein klares Signal für Arbeitnehmerrechte zu senden. Unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zur traditionellen Maikundgebung aufgerufen.



Der Tag begann mit einem Arbeitnehmergottesdienst, bevor sich die Teilnehmer zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt formierten und schließlich auf dem Universitätsplatz zusammenkamen.

Gewerkschaften formulieren klare Forderungen

Dort wurde schnell deutlich, dass es den Gewerkschaften nicht nur um Symbolik geht, sondern um konkrete Forderungen. Im Mittelpunkt standen faire Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne und der Schutz sozialer Errungenschaften. Kerstin Röhrhoff, Bezirksgeschäftsführerin von ver.di für Main-Kinzig-Osthessen, brachte die zentrale Botschaft ihrer Rede auf den Punkt: "Wir dürfen uns soziale Errungenschaften, die wir jahrelang erkämpft haben, nicht wegnehmen lassen, sondern wir brauchen weiterhin gute und faire Arbeitsbedingungen, gute Tariflöhne."

Die Demonstration verlief friedlich und wurde von vielen Teilnehmern genutzt, um ihre Anliegen sichtbar zu machen. Transparente und Gespräche prägten das Bild ebenso wie die anschließende Kundgebung, bei der verschiedene Gewerkschaften präsent waren. Neben ver.di beteiligten sich unter anderem die IG Metall, die GEW, die NGG und die IG BCE. Damit zeigte sich die gewerkschaftliche Vielfalt vor Ort deutlich.

"Verantwortung liegt nicht bei den Beschäftigten"

Röhrhoff machte in ihrer Rede zudem klar, dass die Verantwortung für gesellschaftliche Herausforderungen nicht bei den Beschäftigten liege: "Es sind nicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die dafür sorgen, dass der Sozialstaat nicht mehr funktioniert, sondern es sind die Bedingungen drumherum." Vielmehr brauche es eine gerechtere Verteilung von Ressourcen, um den Sozialstaat langfristig zu sichern.

Auf dem Universitätsplatz bot sich im Anschluss ein lebendiges Bild: Infostände luden zum Austausch ein, Gespräche wurden geführt und Musik sorgte für eine offene Atmosphäre. Auch politische Akteure wie die SPD Fulda beteiligten sich mit Aktionen und suchten den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern.

Trotz der vergleichsweise überschaubaren Teilnehmerzahl zeigte sich Röhrhoff zufrieden mit der Resonanz: "Man könnte immer mehr sein, aber wir sind schon einige. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg und aktivieren unsere Leute auch." (Constantin von Butler) +++

↓↓ alle 8 Artikel anzeigen ↓↓

X