Hersteller liefern kaum noch
Die Silos sind leer: Kommunen müssen Streusalz-Einsatz "priorisieren"
Archivbilder: O|N/Henrik Schmitt, Marvin Myketin/Hans-Hubertus Braune
06.02.2026 / PETERSBERG -
Der Winter zerrt an den Nerven: Besonders bei den Bauhöfen der Kommunen in Osthessen herrscht bereits Ebbe in den Salzsilos. Vielerorts müssen die Mitarbeiter noch sparsamer mit dem Auftaumittel haushalten.
"Tatsächlich sind unsere Reserven fast aufgebracht. Zu Beginn der Wintersaison hatten wir 160 Tonnen Streusalz eingelagert – das entspricht unseren gesamten Lagerkapazitäten. Zusätzlich haben wir seither rund 130 Tonnen Salz nachbestellt", sagt Sebastian Kircher von der Gemeinde Petersberg.
"Verständnis ist nicht überall da"
"Splitt oder Sand nur im äußersten Notfall"
Die Kommune stehe diesbezüglich in Kontakt mit verschiedenen Anbietern und auch Kommunen, um zumindest kurzfristig neues Streusalz zu erhalten. "Einen Wechsel auf Alternativen wie Splitt oder Sand würden wir nur im äußersten Notfall vollziehen, da sich dieser in unserer Region nur bedingt für den Winterdienst eignet und hohe Folgenkosten mit sich bringt – etwas für die Reinigung der Gullis und Straßen nach der Schneeschmelze. Dafür hat die Gemeinde auch keine geeigneten Fahrzeuge. Zudem stellt Splitt insbesondere für Radfahrer eine erhebliche Gefahr dar", erklärt die Gemeinde auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS.Einer der Lieferanten ist K+S. Das Unternehmen arbeitet unentwegt daran, die Bestellungen abzuarbeiten, und priorisiert den Kommunen und Straßen- sowie Autobahnmeistereien. Lesen Sie dazu auch unsere weiteren Artikel. (Hans-Hubertus Braune) +++