"Wir sind alle geschockt"

Der ganze Ort steht still: Junger Feuerwehrkamerad lässt bei Einsatz sein Leben

Einen Tag nach dem Großbrand in Rückers (Flieden im Landkreis Fulda) steht Magdlos unter Schock.
Fotos: Rene Kunze

08.01.2026 / FLIEDEN - Einen Tag nach dem Großbrand in Rückers (Flieden im Landkreis Fulda) steht Magdlos unter Schock. Bei dem Flammeninferno erlitt ein junger Feuerwehrmann (27) aus Magdlos während der laufenden Löscharbeiten einen medizinischen Notfall. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und verstarb dort nur kurze Zeit später.



Am Tag nach dem verheerenden Brand wird das Ausmaß des Feuers so richtig deutlich. Bei Tageslicht sieht man das nahezu heruntergebrannte Dach und die geschmolzene Inneneinrichtung. Am Dienstagabend waren die Einsatzkräfte gegen 17:40 Uhr zu der Scheune alarmiert worden. Etwa 150 Retter waren im Einsatz - darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Königreich Flieden sowie aus Neuhof, Kalbach und die Feuerwehren der Stadt Fulda und Schlüchtern mit ihrer Drehleiter. Sie kämpften erfolgreich gegen die Flammen. Doch der Schaden, den das Feuer hinterließ, ist groß.

Der Einsatz wurde von einem tragischen Vorfall überschattet: Ein 27-jähriger Feuerwehrmann erlitt - fernab des Feuers - bei dem Einsatz einen medizinischen Notfall. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, verstarb dort aber nur kurze Zeit später. In seinem Wohnort Magdlos ist die Betroffenheit und Trauer am Tag danach eindeutig zu spüren.

"Die Stimmung ist sehr bedrückend"

"Die Stimmung ist sehr gedrückt, wir sind alle geschockt", sagt Rosemarie Bagus gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Zwei ihrer Schwiegersöhne und ihr Enkel sind in der Feuerwehr des Ortes. Auch bei dem Brand waren sie im Einsatz. Der Tod des Kameraden macht die ganze Familie schwer betroffen. Auch andere Bewohner des Ortes sind zutiefst betroffen. "Wir sind immer noch geschockt über den Tod des jungen Mannes", sagt eine Frau aus Flieden. Sie ist dennoch sehr dankbar für die zahlreichen Einsatzkräfte, die sofort zur Stelle waren, um das Feuer zu bekämpfen.

Marianne Kress kannte den jungen Mann aus dem Ort. "Er war hier sehr beliebt. Für uns ist es nicht einfach, wir sind tief getroffen", sagt sie im Gespräch. So sei der Feuerwehrmann im Ort in vielen Vereinen aktiv und von allen gemocht worden sein. (kg) +++

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