Straße wieder freigegeben

Großbrand in Rückers: Junger Feuerwehrmann (27) stirbt in Klinik!

Großbrand in Flieden! Ein Feuerwehrmann hat einen medizinischen Notfall erlitten und ist im Krankenhaus verstorben.
Fotos:Pappert/Bejm/Kunze

08.01.2026 / FLIEDEN - Flammen schlugen meterhoch aus der Werkstatt eines landwirtschaftlichen Betriebs an der A66! Gegen 17:40 Uhr alarmierte die Leitstelle Fulda am Dienstagabend zu einem Dachstuhlbrand im Fliedener Ortsteil Rückers (Landkreis Fulda). Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass es sich bei dem Brandobjekt um eine Art Scheune handelte. Schnell wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert. Ein tragischer Zwischenfall überschattete den Großbrand und löste bei den vielen Ehrenamtlichen große Trauer aus.



Während des Einsatzes kam es zu einem medizinischen Notfall bei einem Feuerwehrmann. Der 27-Jährige wurde umgehend medizinisch versorgt und vom Rettungsdienst mit Notarzt ins Klinikum Fulda gebracht. Dort ist der junge Mann aus dem Fliedener Ortsteil Magdlos, trotz aller unmittelbar getroffenen Maßnahmen, später verstorben. Landrat Bernd Woide (CDU) zeigte sich in einer ersten Reaktion gegenüber OSTHESSEN|NEWS tief bestürzt. Er sagte: "Dieser Zwischenfall ist sehr tragisch. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen des Feuerwehrmannes und bei allen Einsatzkräften vor Ort." Auch Christopher Gärtner (CDU), der Bürgermeister von Flieden, ist in die Lage vor Ort eingebunden und tief betroffen. Der Fliedener Rathauschef hat ebenfalls noch am Abend ein Statement abgegeben.

Nach Informationen der Polizei bemerkte ein Anwohner die Flammen am Ortsausgang von Rückers und wählte den Notruf. "Vor Ort stellte sich heraus, dass das Feuer im Dachbodenbereich ausgebrochen war und drohte, aus dem Dach zu kommen", schilderte Daniel Gutrung vom Brandschutzaufsichtsdienst des Landkreises Fulda im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS, die Lage vor Ort.


Während der Brandbekämpfung ergaben sich für die Einsatzkräfte mehrere Herausforderungen. So sagte Gutrung: "Wie in einer Werkstatt üblich, befanden sich mehrere Gefahrenstoffe wie Gasflaschen, Schweißgeräte und Ölfässer im Inneren des Gebäudes. Da diese erst einmal nicht geborgen werden konnten, wurden sie abgeschirmt und es wurde versucht, den Brand einzudämmen." Aufgrund der frostigen Witterung war auch die Wasserversorgung zunächst problematisch. Sie musste erst aufgebaut werden, was sowohl kraft- als auch zeitintensiv war. Glücklicherweise ging von den Gasflaschen keine Gefahr aus - auch das brennende Dach hielt stand und stürzte nicht ein.

Warnung aufgehoben!

Um 18:10 Uhr rief das Polizeipräsidium Osthessen zu einer Warnung vor einem Großbrand auf und meldete: "Aktuell wird der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Flieden-Rückers gemeldet. Die Feuerwehr und Rettungsdienste sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Bitte behindern Sie die Rettungskräfte nicht durch Blockieren der Einsatzstelle." Sie mahnten die Bürger, Fenster und Türen sofort zu schließen, die Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten und den Rundfunk und das Fernsehen anzuschalten. Gegen 18:30 Uhr war der Brand, laut Einsatzleitung, schließlich unter Kontrolle. Doch auch während der späteren Nachlöscharbeiten hielt die Polizei diese Warnung aufrecht. Am Mittwochmorgen bestätigt die Polizei nun gegenüber O|N, dass die Warnung nicht mehr gilt.

In Rückers waren etwa 150 Retter im Einsatz - darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Königreich Flieden sowie aus Neuhof, Kalbach und die Feuerwehr der Stadt Fulda mit ihrer Drehleiter. Auch Kräfte aus dem Main-Kinzig-Kreis rückten an: die Feuerwehr Schlüchtern mit ihrer Drehleiter. Zudem waren die Drohnenstaffel der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie die Ortsvereine Flieden und Neuhof des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor Ort, um die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Rückers mit Getränken und Essen zu versorgen. Zur Absicherung waren vorsorglich auch der Rettungsdienst und ein Notarzt eingesetzt. Sie versorgten sofort den zusammengebrochenen Feuerwehrmann, konnten ihn aber nicht mehr retten.

Die Straße zwischen Flieden und Rückers ist am Mittwochmorgen wieder frei, die Arbeiten der Feuerwehr sind abgeschlossen. Das Gebäude ist nach Informationen der Polizei nicht einsturzgefährdet. Weitere Informationen sind noch unklar. Was neben der Brandruine bleibt, ist der Schock, dass ein ehrenamtlicher Feuerwehrkamerad im Einsatz verstorben ist.
Der Tod des jungen Mannes stand laut dem Polizeipräsidium Osthessen allerdings nicht in direktem Zusammenhang mit dem Einsatz, es handelte sich um einen medizinischen Notfall. (mis/cps/ems) +++

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