Heftiger Zusammenstoß
Trümmerfeld! Pkw kollidiert mit Rettungswagen - fünf Personen verletzt
Fotos: Hans-Hubertus Braune
17.10.2025 / BEBRA -
Der Rettungswagen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg befuhr mit zwei Rettungskräften, einem Notarzt und einem Patienten die Hersfelder Straße in Bebra und war mit Sondersignalen auf dem Weg in ein nahe gelegenes Krankenhaus. An der Kreuzung mit der B27 - im Bereich der Ampel- kam es zur Kollision mit einem Pkw Ford Kuga aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, der in Richtung Bebra-Weiterode fuhr. Bei dem Zusammenstoß wurden alle fünf Insassen verletzt.
Psychosoziale Notfallversorgung notwendig
Da ein Rettungswagen zu den Unfallbeteiligten gehörte, stellte der Einsatz eine Herausforderung für die Rettungskräfte dar. So sagte Tore Bartholomäus, stellvertretender Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Stadt Bebra, im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS: "Die Arbeit war schwierig, da es sich um eine relativ belebte Kreuzung handelt und es mitten im Feierabendverkehr zum Unfall kam. Außerdem zeigte sich eine ziemlich unübersichtliche Lage. Für die Kräfte des Rettungsdiensts war es zusätzlich herausfordernd, da Kollegen beteiligt waren." Deshalb wurden Maßnahmen der psychosozialen Notfallversorgung veranlasst. Das beinhaltet die Betreuung von Rettungskräften und Zeugen durch speziell geschulte Einsatzkräfte. Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD), Björn Wettlaufer, kümmerte sich um die Kolleginnen und Kollegen. Ein belastender Einsatz für die Kräfte der Hilfs- und Rettungsorganisationen. Sowohl die 38-jährige Fahrerin des Ford Kuga, der 35-jährige Fahrer des Rettungswagens, sein 45-jähriger Kollege als auch der 64-jährige Patient im Rettungswagen wurden durch alarmierte Rettungskräfte in umliegende Krankenhäuser verbracht. Der 59-jährige Notarzt, der zum Unfallzeitpunkt gerade dabei war, den 64-jährigen Patienten zu behandeln, wurde aufgrund seiner erlittenen Verletzungen mittels eines Rettungshubschraubers in eine Klinik geflogen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde auch die Lichtsignalanlage erheblich in Mitleidenschaft gezogen, sodass einer der Masten durch die Feuerwehr abgeschnitten werden musste, um ein Herabstürzen zu verhindern.
Zahlreiche Rettungs- und Einsatzkräfte vor Ort
Im Einsatz waren neben den Einsatzkräften auch der Rettungshubschrauber Christoph 7 aus Kassel. Durch die Hinzuziehung eines Gutachters für Unfallanalytik und die anschließende Abschleppung beider Fahrzeuge war der Unfallbereich bis etwa 21:20 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde dabei örtlich durch Polizeikräfte umgeleitet. Vor Ort war außerdem die Feuerwehr Bebra mit rund 20 Kräften, die die schwierige Rettungsarbeit unterstützen und die Unfallstelle absicherten.Die weiteren Ermittlungen zu den Unfallumständen laufen aktuell und werden durch die Polizeistation Rotenburg an der Fulda geführt. Hierbei wurde auch bereits diesbezüglich mit der Staatsanwaltschaft in Fulda Kontakt aufgenommen. Der Sachschaden dieses Unfalls beläuft sich auf insgesamt rund 85.000 Euro. (mis/hhb/pm) +++
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