Viele Fragen, kaum Geld
Straßenbaumaßnahmen: Ausschüsse sollen Maßnahmen beschließen
Foto: Stadt Bad Hersfeld
06.11.2026 / BAD HERSFELD -
Zahlreiche Anträge und Anfragen der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung bestimmten die Tagesordnung der jüngsten Sitzung in der Stadthalle. Inhaltlich kreisten dabei viele Fragestellungen rund um das Thema Infrastruktur – Straßensanierungen, Verkehr, Beleuchtung und ein Pumptrack waren etwa Gegenstand der rund eineinhalbstündigen Sitzung am Donnerstagabend.
Aber auch ein Erbbaurechtsvertrag mit der Jugendherberge ist von dem Gremium beschlossen worden – ein klares Bekenntnis zum Standort im Kurpark. In einer Pressemitteilung fasst die Pressesprecherin der Stadt die Stadtverordnetenversammlung zusammen.
Infrastrukturförderung der Kommune
Mit der Infrastrukturförderung auf Basis des Länder- und Kommunalinfrastrukturfinanzierungsgesetzes (LuKIFG) sollen Kommunen bei der Umsetzung von Investitionen finanziell entlastet werden. Der Kur- und Festspielstadt steht bis zum Jahr 2034 ein Förderkontingent von rund 10,7 Millionen Euro zur Verfügung. "Wie bei jeder Förderung ist auch der Abruf dieser Gelder an festgeschriebene Förderrichtlinien gebunden und die förderfähigen Maßnahmen im Vorfeld definiert", erklärt Anke Hofmann. Der von der Verwaltung im Frühjahr erstellte Maßnahmenkatalog basiert auf einer von der Verwaltung vorgeschlagenen und durch die städtischen Gremien überarbeiteten und beschlossenen Priorisierung, mit dem Ziel, den Haushalt schnellstmöglich zu entlasten."Nicht zu vernachlässigen sind die bereits geschehenen Maßnahmen sowie die Projekte, die sich bereits in der Planung und Umsetzung befinden. Im Bereich des Rechberg-Geländes wurde grundhaft saniert, eine Stützmauer am Hainberg wurde instand gesetzt, in Heenes wird derzeit gearbeitet und auch in anderen Stadtteilen wurden Straßen und Verbindungswege repariert – um nur einige Bespiele zu nennen."
Das Förderprogramm HEF-ZUG
Effizienz, Digitalisierung und Umweltschutz sind die drei großen Themen, die das Förderprogramm "HEF ZUG" im Bereich der Verkehrssteuerung auf einen Nenner bringen soll. Zu dem aktuellen Planungs- und Umsetzungsstand dieses sehr komplexen Programm ist eine umfangreiche Anfrage an die Verwaltung gestellt worden, deren Beantwortung formal erst für die nächste Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 17. Dezember, vorgesehen ist.Die Fachbereiche Technische Dienste, Technische Verwaltung, Klimaschutz und Ordnungsdienste haben die angeforderten Daten zugeliefert, für deren Weitergabe sie berechtigt sind, berichtet Hofmann. Die Weitergabe und Nutzung der Daten wurde vonseiten der Verwaltung an die Einhaltung einer Datenschutzerklärung gebunden, da einige Informationen äußerst sensibel zu behandeln sind.
In ihrer Stellungnahme verweist die Bürgermeisterin deshalb immer wieder an die Wirtschaftsbetriebe sowie an das beauftragte Büro. Da das Projekt auch erhebliche verkehrliche und technische Auswirkungen hat, schlägt Bürgermeisterin Hofmann einen Sachstandsbericht der Verantwortlichen im nächsten Stadtplanungsausschuss vor.
Umrüstung der Straßenbeleuchtung, Bahnhof und Bahnverkehr
Eine technisch moderne Straßenbeleuchtung ist für die zukunftsfähige Infrastruktur einer Stadt essentiell und die Umrüstung der über 1.600 Leuchten auf LED daher unabdingbar, stellt die Rathauschefin klar. Wie schon im Projektsteckbrief, der allen Fraktionen vorliegt, festgehalten, musste das Vergabeverfahren beim Landkreis ohne Ergebnis abgeschlossen werden. Für die anstehenden Haushaltsberatungen wird eine neue Lösung erarbeitet. Die Grundlage für eine Alternative bildet weiterhin das vom Fachbereich Technische Dienste selbst erarbeitete umfangreiche Umrüstungskonzept.