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Passagieraufkommen über Vor-Corona-Niveau

Neunmonatsbilanz Fraport: Robustes Ergebnis durch starkes Auslandsgeschäft

Der Fraport-Konzern steigerte in den zurückliegenden neun Monaten die wichtigsten operativen Kennzahlen. Der Umsatz wuchs um 3,8 Prozent und das operative Ergebnis (EBITDA) um 2,0 Prozent.
Symbolfotos: O|N/ Carina Jirsch

04.11.2026 / FRANKFURT AM MAIN - Der Fraport-Konzern steigerte in den zurückliegenden neun Monaten die wichtigsten operativen Kennzahlen. Der Umsatz wuchs um 3,8 Prozent und das operative Ergebnis (EBITDA) um 2,0 Prozent. Den stärksten Wachstumsbeitrag leistete das internationale Geschäft, dessen EBITDA-Anteil deutlich angestiegen ist. Zudem war der Free Cash Flow mit 93 Millionen Euro nahezu doppelt so hoch wie auf Neunmonatsbasis im Vorjahr. Dagegen sank das Konzern-Ergebnis erwartungsgemäß aufgrund buchhalterischer Effekte im Zuge der abgeschlossenen Ausbauprojekte.



"Die breite Aufstellung des Fraport-Konzerns bewährt sich. Denn trotz eines schwierigen Marktumfelds aufgrund der geopolitischen Situation im Nahen Osten und der massiv gestiegenen Kerosinpreise haben wir auf Konzern-Ebene ein solides Ergebnis erzielt", sagt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

"Treiber dafür war insbesondere das internationale Geschäft. Allen voran unsere griechischen Flughäfen legten auf bereits hohem Niveau weiter zu. Zudem liegen unsere Airports im slowenischen Ljubljana und in Brasilien durch hohe Zuwächse nur noch knapp unter dem Vor-Corona-Niveau. Frankfurt dagegen stagnierte beim Passagieraufkommen. Hier bremsen die weiterhin zu hohen staatlichen Standortkosten und auf der Angebotsseite insbesondere die Schließung der CityLine. Aufgrund der Stärke unseres Auslandsgeschäfts halten wir für das Gesamtjahr an unserem Finanzausblick fest."

Passagierzahlen auf Konzernebene erstmals über Niveau von 2019

Dank Wachstumsimpulsen aus dem internationalen Portfolio stieg das Konzern-Aufkommen innerhalb der ersten neun Monate erstmals über das Vor-Corona-Niveau von 2019. Die Passagierzahlen legten in Summe an den Fraport-Flughäfen um 1,7 Prozent auf rund 146 Millionen Passagiere zu. Neue Rekordwerte erzielten die griechischen Airports (+5,1 Prozent) und das südamerikanische Hauptstadtdrehkreuz im peruanischen Lima (+2,8 Prozent). Deutlich zugelegt haben auch die Fraport-Flughäfen im slowenischen Ljubljana (+15,7 Prozent), in Brasilien (+9,1 Prozent) und in Bulgarien (+6,1 Prozent). Frankfurt stagnierte mit 47,5 Millionen Fluggästen (-0,2 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig erzielte der Flughafen Frankfurt eine sehr gute operative Performance. Davon profitierte insbesondere die Pünktlichkeit, die in der aufkommensstarken Sommerreisezeit um rund sechs Prozentpunkte höher war als im Vorjahr. Die erzielte Gesamtpünktlichkeit lag bei annähernd 74 Prozent und war damit besser als an anderen großen europäischen Luftverkehrsdrehkreuzen wie in Amsterdam, Paris oder Madrid.

Finanzkennzahlen legen in schwierigem Marktumfeld zu

Die starke Entwicklung im internationalen Portfolio war die Triebfeder für die Zuwächse der wichtigsten finanziellen Kennzahlen. So legten die Umsatzerlöse des internationalen Flughafenbetreibers in den ersten neuen Monaten um 125,7 Millionen Euro auf 3.466,0 Millionen Euro zu (+3,8 Prozent). Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen in den internationalen Konzerngesellschaften standen (gemäß IFRIC 12), wuchs der Konzern-Umsatz um 4,7 Prozent auf 3.350,1 Millionen Euro. Die höchsten bereinigten Erlöszuwächse kamen aus den Konzern-Gesellschaften Fraport Greece (+39,3 Millionen Euro) und Lima (+33,9 Millionen Euro).

Trotz eines die Aufwandsseite entlastenden Sondereffekts im Vorjahr in Höhe von 50 Millionen Euro stieg das Konzern-EBITDA um 2,0 Prozent auf 1.178 Millionen Euro – ein neuer Bestwert. Der Anteil des internationalen Geschäfts stieg deutlich von 43 Prozent auf 48 Prozent an. Bei alleiniger Betrachtung des dritten Quartals stieg der Anteil aus diesem Segment sogar auf 54 Prozent (vs. Q3 2025: 47 Prozent).

Das Konzern-Ergebnis lag bei 314,5 Millionen Euro (-28,8 Prozent). Wesentlich für den Rückgang waren gestiegene Zinsaufwendungen und Abschreibungen in der Folge der abgeschlossenen Ausbauvorhaben in Lima und Frankfurt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie sank auf 2,95 Euro (9M 2025: 4,30 Euro). Durch das erzielte operative Wachstum sowie die abgeschlossenen umfangreichen Ausbauprojekte und damit verbundener geringerer Investitionen legte der Free Cash Flow um 93,4 Prozent auf rund 93 Millionen Euro zu.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026

Auf Basis der Entwicklungen in den ersten neun Monaten 2026 hält der Fraport-Vorstand für das laufende Geschäftsjahr an der Prognose für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns fest. Auf Konzern-Ebene wird weiterhin ein Wachstum beim Passagieraufkommen erwartet, während der Standort Frankfurt in etwa auf dem Niveau aus 2025 prognostiziert wird.

Die Prognose für das Konzern-EBITDA liegt unverändert über dem Vorjahreswert (2025: 1,44 Milliarden Euro) in einer Höhe von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Mit einem Rückgang auf 300 bis 400 Millionen Euro wird beim Konzern-Ergebnis weiterhin gerechnet (2025: 468,1 Millionen Euro). (ms/pm) +++

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