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​Mit 11 Jahren an die Spitze

Rotenburger Schülerin gewinnt 1. Platz beim Future Space Award

​Merle Louise Jacob setzt sich als jüngste Teilnehmerin gegen die Konkurrenz durch
Foto: privat

04.11.2026 / ROTENBURG/F. - Mit großen Ideen für eine bessere Welt überzeugte die 11-jährige Merle Louise Jacob aus Rotenburg an der Fulda am vergangenen Sonntag bei der Verleihung des ersten Future Space Awards in Kassel. Als jüngste Teilnehmerin unter den zehn Finalisten im Alter von 11 bis 18 Jahren sicherte sie sich mit ihrem Projekt "Eco-Cruise" den Hauptpreis und damit ein Preisgeld von 3.000 Euro.



​Der von einer Expertenjury vergebene Zukunftspreis zeichnet herausragende Erfindungen und Konzepte von Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen aus. Merles Gewinnerkonzept verbindet Meeresforschung, Tourismus und biologische High-Tech-Umwelttechnologie auf einzigartige Weise: Ein Forschungsschiff soll Plastikmüll aus den Ozeanen fischen und direkt an Bord verarbeiten.

​Das Besondere dabei: Mithilfe des biologischen Super-Enzyms PHL7 (einer modernen Entdeckung der Universität Leipzig) wird der gesammelte PET-Kunststoff an Bord biochemisch in seine ursprünglichen Grundbausteine zerlegt. Dadurch entsteht ein geschlossener, sortenreiner Recyclingkreislauf ohne Qualitätseinbußen. Finanziert werden soll das Schiff durch mitreisende Feriengäste: Das Konzept "Urlaub mit Anpacken" ermöglicht es Touristen, die Reise zu bezahlen, active am Müllsammeln teilzunehmen und unter wissenschaftlicher Anleitung zu forschen.

​Die Jury um Vertreter des Future Space Kassel und des MINT-Verbands MNU Hessen lobte insbesondere die durchdachte Kombination aus Meeresschutz, tragfähigem Finanzierungsmodell und wissenschaftlicher Vorarbeit.

​Vom Wettbewerb in die Praxis: Grundstein für eigenes Boot gelegt

​Für Merle ist der Gewinn erst der Anfang. Einen Teil des Preisgeldes möchte die 11-Jährige nutzen, um den Grundstein für die spätere Umsetzung zu legen. "Ich möchte mir unbedingt irgendwann ein gebrauchtes Segelboot kaufen, um die Idee in die Realität umzusetzen. Es ist super cool, dass man uns Kinder bei diesem Wettbewerb so ernst nimmt", erklärt die Nachwuchsforscherin stolz.

​Um dem Ziel eines eigenen Laborplatzes und des späteren Forschungsschiffs näherzukommen, sucht die Familie ab sofort nach lokalen Partnern, Sponsoren, Handwerkern und Unterstützern aus der Region, die Merles Traum von den plastikfreien Meeren weiter fördern möchten. (mp/pm) +++

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