Rückkehr der Sparschweine
Weltspartag bleibt Familienritual - Osthessens Banken erleben volle Filialen
Fotos: Marvin Myketin/Hans-Hubertus Braune
31.10.2026 / REGION -
Trotz Digitalisierung ist und bleibt der Weltspartag eine wichtige Tradition, die von Familien gut angenommen wird. Das bestätigen die VR RegionalBank in Fulda und die Sparkassen aus Fulda und Schenklengsfeld. Sie sehen es als ihren Auftrag, Kinder früh an das Thema Sparen heranzuführen. Egal, ob mit Sparschwein, Spardose oder modernen Produkten.
So ist in den Banken in Osthessen am Freitag einiges los. Kinder stehen mit ihren Sparschweinen bereit und schauen zu, wie die Münzen am Tresen landen. "Vor allem zur Nachmittagszeit, wenn die Schulen und Kindergärten vorbei sind, wird es echt voll", kündigte André Kipp, Vorstand der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, an. Eltern kämen vor allem deshalb noch immer gerne mit ihren Kindern am Weltspartag in die Filialen, weil sie wissen, wie wichtig es ist, Kindern die Bedeutung des Sparens zu erläutern. "Und dabei unterstützen wir die Familien sehr gerne, natürlich nicht nur am Weltspartag", antwortete Patrick Harnier, Bereichsleiter Servicebank der VR RegionalBank, OSTHESSEN|NEWS.
Eine lange und erfolgreiche Tradition
"Der Weltspartag hat für uns als Genossenschaftsbank eine lange Tradition", erklärte Harnier. Neben dem Heranführen an das Thema wollen die Bankmitarbeiter den Eltern zeigen, wie sie ihre Kinder dabei unterstützen können und dass das gar nicht kompliziert sein muss. An diesem Ansatz habe sich in all den Jahren wenig verändert. "Natürlich funktioniert das Sparen bei vielen Menschen heutzutage nicht mehr über das klassische Sparschwein. Aber gerade für Kinder ist es immer noch ein besonderes Erlebnis, ihr gespartes Geld in die Bankfiliale zu bringen. Und natürlich gibt es dann immer auch ein kleines Präsent von uns", so der Bereichsleiter. Rechtzeitig anfangen zu sparen ist das A und O
Doch wie wird der Weltspartag angenommen in Zeiten vom bargeldlosen Zahlen? "Das Bargeld nimmt ab. Nichtsdestotrotz ist es heute immer relevanter, auch frühzeitig anzufangen zu sparen. Und wir haben ja gerade so die Altersreformgesetze. So können Kinder ab dem sechsten Lebensjahr anfangen, um auch für ihre Rente vorzusorgen", so Klipp. Außerdem sei es bei den steigenden Preisen auch Aufgabe der Banken, etwas dagegen zu unternehmen. So ergänzte der Vorstand der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg: "Wir werden die Rahmenbedingungen nicht verändern, aber jeder hat es in der Hand, rechtzeitig für sein Alter, für Anschaffungen, für den 18. Geburtstag vorzusorgen und zu sagen: Wenn ich mit der Geburt anfange, etwas zurückzulegen, ist ein Führerschein, das erste Auto kein Thema mehr."