Halloween-Haus von Torsten Dücker ist gruseliger als jede Geisterbahn
Die Familie hinter dem schaurigen Spektakel: (von links nach rechts): Torsten Dücker, seine Ehefrau Connie Dücker, Janca Schramm mit Sohn Nevio Schramm, Pierre Staubach
Fotos: Erik Spiegel
31.10.2026 / FLIEDEN -Dichte Nebelschwaden ziehen sich bedrohlich über den Grund. In der Luft liegt ein dumpfes Wummern. Ächzen, kichern, kreischen, dann das laute Heulen einer Kettensäge in der Dunkelheit. In Flieden können Halloween-Fans sich derzeit einmal so richtig gruseln und zwar rund um das Haus von Familie Dücker, mitten in einer beschaulichen Nachbarschaft, in der Elsa-Brandström-Straße.
Vor sieben Jahren holte Torsten Dücker zum ersten Mal das beliebte amerikanische Fest für seine Frau Connie, selbst halbe Amerikanerin, nach Deutschland. Alles begann mit ein paar Gespenstern und seitdem kommen jedes Jahr neue, gruselige Dekorationen hinzu. Schnell lockte das Gruselspektakel zunächst Menschen aus der Nachbarschaft und dem Freundeskreis an. Mit jedem weiteren Jahr kamen neue Besucher hinzu, 2025 waren es sogar insgesamt rund 500 Halloween-Fans, die das Halloween-Haus bestaunten. Aus der kleinen Geste für die Ehefrau wuchs so ein großes Herzensprojekt, offen für jeden, der Spaß an Halloween hat.
Zum Lagern seiner gruseligen Dekoration nutzt Dücker, der eigentlich Metzger ist, mittlerweile sein geräumiges Büro. Neben einem Schreibtisch ist dort alles voll mit sauber beschrifteten Kartons und Verpackungen - nur mit Ordnung lässt sich dieser Grusel-Zauber jedes Jahr aufs Neue organisieren. Zumal die Sammlung stetig wächst, denn Torsten Dücker kommen immer wieder neue Ideen, was er noch anschaffen oder gar selbst bauen könnte, um andere zu erschrecken. Rund eine Woche dauert der reine Aufbau zusammengerechnet, Tendenz steigend.
Ebenfalls ganz wichtig: die Unterstützung der wachsenden Helferschaft. Dückers Stiefsohn Pierre Staubach und sein zehnjähriger Sohn Nevio beispielsweise jagen als Horroclowns mitsamt Messer-Attrappe und Motorsäge - natürlich ohne Kette, aber dafür mit echtem, lautem Motor - den Besuchern regelmäßig einen gehörigen Schrecken ein. Nichte Sarah Steuer, deren Mann Dominic und sogar schon deren zweieinhalbjährige Tochter Pia sind ebenfalls mit von der Partie, damit der Gruselspaß gelingt.
Süßigkeitenbrunnen für die jungen Besucher
Auch Geschäftsleute aus der Region und dem Bekanntenkreis unterstützen die Dückers rund um das Event. So stellte in diesem Jahr der Rewe-Markt Lapp aus Sinntal Sterbfritz mehrere Kisten Süßigkeiten, vor allem für die jungen Besucher, zur Verfügung. Denn natürlich gehört auch das traditionelle "Trick or Treat", das Sammeln von Süßigkeiten, zum Halloween-Vergnügen bei Familie Dücker.
Die wichtigste Rolle spielen aber am Ende die zahllosen Gruseldekorationen, überall auf dem Grundstück. Gleich zwei Friedhöfe, inklusive Skeletten, die aus den Gräbern kriechen, zieren den Rasen. Eine gruselige Dinnerparty der Untoten thront direkt daneben und riesige Spinnennetze, Sensenmänner und alle möglichen anderen Horrorfiguren sorgen für Gänsehaut. Noch unbehaglicher wird das Erlebnis nur durch die vielen Licht- und Soundeffekte und sogar Nebelmaschinen, die überall versteckt sind.
Hinter Gruselstimmung steckt moderne Technik
Auf die Frage, wie hoch denn seine Stromrechnung nach diesem Spektakel ist, kann Torsten Dücker überraschenderweise nur schmunzeln. "Das sind alles LEDs. Außerdem habe ich eine doppelte Solaranlage auf dem Dach und letztlich kostet mich das alles so gut wie gar nichts", erklärt er am OSTHESSEN|NEWS-Mikrofon.
Wer die Dückers bei ihrem Halloween-Gruselspaß und dessen Finanzierung dennoch unterstützen will, darf das gern direkt an Halloween tun. Ab 17 Uhr lädt die Familie alle Interessierten zu einem Besuch ein - egal ob Kind oder Erwachsener. Erstmals wird dabei in diesem Jahr eine Spendenbox bereitgestellt. Doch bereichern möchte sich hier niemand, im Gegenteil: Das gesammelte Geld fließt in neue Dekorationen für das Halloween-Haus und so profitieren alle davon.
Wer nun neugierig ist, dem sei geraten, sich das Video unseres Besuchs im Fliedener Halloween-Haus als kleinen Vorgeschmack anzusehen und anschließend dem Spektakel vielleicht sogar selbst einen kleinen Besuch abzustatten. OSTHESSEN|NEWS wünscht viel Spaß beim Gruseln. (Sabrina Ilona Teufel-Hesse) +++