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Gemeinsam gegen Waldbrände

100 Feuerwehrleute im Wald: Diese Übung hatte es in sich

Gemeinsam gegen Waldbrände: Feuerwehren üben in Büchenberg
Fotos: Tamino Steuding / Feuerwehr Eichenzell

30.10.2026 / EICHENZELL - Wie können Wald- und Vegetationsbrände auch in schwer zugänglichem Gelände effektiv bekämpft werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich am vergangenen Samstag rund 100 Feuerwehrkräfte bei einer gemeinsamen Waldbrandübung in Eichenzell-Büchenberg. Ziel war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten zu stärken und wichtige Abläufe für den Ernstfall zu trainieren.



Nach der Begrüßung und einer Sicherheitseinweisung starteten die praktischen Ausbildungsstationen im Gemeindewald Büchenberg und den angrenzenden Waldflächen. Dabei standen unterschiedliche Herausforderungen im Mittelpunkt, die bei einem Vegetationsbrand auftreten können.

Wasser, Handwerkzeug und Orientierung im Wald

Ein Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit speziellem Handwerkzeug und dem Anlegen sogenannter Wundstreifen. Dabei wird brennbares Material entfernt, um die Ausbreitung eines Feuers einzudämmen. Darüber hinaus trainierten die Einsatzkräfte die Orientierung im Wald und das Vorgehen in unwegsamem Gelände.

Auch die Wasserversorgung spielte eine wichtige Rolle. Da bei Waldbränden geeignete Wasserentnahmestellen häufig nicht unmittelbar erreichbar sind, übten die Einsatzkräfte den schnellen Aufbau eines mobilen Löschwasser-Übergabepunkts mithilfe eines Faltbehälters. An einer weiteren Station wurde das Zusammenspiel von Wasser und Handwerkzeugen bei der Brandbekämpfung trainiert.

Ergänzend stellte die Feuerwehr Lauterbach ihren Abrollbehälter Waldbrand (AB Waldbrand) vor. Dieser dient der Unterstützung bei der Waldbrandbekämpfung aus der Luft.

Neben den praktischen Maßnahmen ging es auch um die Koordination der Einsatzkräfte. Die Teilnehmer übten, Aufgabenbereiche abzustimmen, Informationen weiterzugeben und die verschiedenen Maßnahmen miteinander zu verbinden.

Zahlreiche Feuerwehren beteiligt

An der Übung beteiligten sich zahlreiche Feuerwehren der Gemeinden Eichenzell, Neuhof und Kalbach. Darüber hinaus unterstützte die Feuerwehr Lauterbach die Ausbildung mit einem Wechselladerfahrzeug.

Mit dabei waren außerdem speziell ausgebildete GFFF-V-Kräfte, die für die Bekämpfung großflächiger Waldbrände und die Unterstützung bei internationalen Einsätzen vorbereitet sind.

Organisiert wurde der Ausbildungstag von den Feuerwehren der Gemeinden Eichenzell, Neuhof und Kalbach. Die gemeinsame Ausbildung bot den beteiligten Einheiten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg zu festigen.

"Für mich war das Schönste an diesem Tag zu sehen, wie selbstverständlich die Zusammenarbeit über Orts- und Gemeindegrenzen hinweg funktioniert hat", erklärt Torsten Gröger, Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Eichenzell. "Niemand hat darauf geschaut, aus welcher Wehr jemand kommt. Jeder hat den Platz im Fahrzeug eingenommen, der benötigt wurde, und die Aufgabe übernommen, die gerade anstand. Genau dieser Teamgeist zeichnet die Feuerwehr aus. Trotz der anspruchsvollen Wetterbedingungen und kleinerer Optimierungspunkte war die Übung für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Die Kombination aus Stationsausbildung, gemeinsamer Einsatzübung und anschließendem Austausch werden wir deshalb in Zukunft weiterführen."

Kameradschaftlicher Ausklang

Nach dem Ende des Stationsbetriebs am frühen Abend ließen die Einsatzkräfte den Tag gemeinsam ausklingen. Bei frisch gegrillten Burgern blieb Zeit für Gespräche und den Austausch über die Erlebnisse des Tages.

Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßige gemeinsame Ausbildung für die Vorbereitung auf anspruchsvolle Einsatzlagen ist. Gerade bei Wald- und Vegetationsbränden sind eine gute Abstimmung, eingespielte Abläufe und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Feuerwehren entscheidend, um im Ernstfall schnell und wirksam handeln zu können.

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