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"Kein Platz für Ausgrenzung"

Omas gegen Rechts stiften Demokratiebank vor der Christuskirche

Freuen sich über die neue Demokratiebank vor der Christuskirche: die Omas gegen rechts mit Dekan Dr. Thorsten Waap (ganz rechts im Bild) und Pfarrer Jörg Scheer (zweiter von rechts).
Fotos: Claudia Pfannemüller

30.10.2026 / FULDA - Vor der Christuskirche steht seit Mittwoch eine Sitzbank, die zum Gespräch einlädt. Gestiftet haben sie die "Omas gegen Rechts". Es ist die erste offizielle Demokratiebank in Fulda.



Wer auf dem Platz vor der Christuskirche an der neuen Bank vorbeikommt, stutzt beim Hinsehen zunächst: Es fehlt ein Teil der Sitzfläche. An der Lücke steht der Satz "Kein Platz für Ausgrenzung". Am 28. Oktober wurde die Bank offiziell eingeweiht. Sie soll ein Symbol für Zusammenhalt und Demokratie sein und ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung setzen.

Ein Ort für Begegnung und Nachdenken

Für Pfarrer Jörg Scheer ist die Bank vor allem ein Ort des Begegnens und des Nachdenkens. "Man kann nicht oft genug an die Werte erinnern, die unsere Gesellschaft tragen", sagte er bei der Einweihung. Gerade in einer Zeit, in der das demokratische Miteinander nicht überall selbstverständlich sei, sei ein solches Zeichen umso wichtiger.

Die Verantwortlichen der Christuskirche mussten nicht lange überzeugt werden. "Pfarrer Scheer und der Kirchenvorstand der Christuskirche waren sofort von unserer Idee überzeugt, die Demokratiebank auf dem Kirchplatz aufzustellen", berichtet Hermine van Ophuysen von den Omas gegen Rechts.

"Was wir nicht brauchen, sind Schwarzmaler und Spalter"

Die Initiative versteht die Bank als Beitrag zu einer weltoffenen, respektvollen Stadt. "Wir als Omas gegen Rechts setzen uns für unsere Demokratie ein", so van Ophuysen. Hass, Ausgrenzung und Spaltung nähmen zu. "Wir brauchen Beteiligung, Respekt und Menschlichkeit." Zugleich betonte sie, dass es in Fulda viele Menschen gebe, die soziale Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren. Ihr Wunsch für die Zukunft der Bank ist klar formuliert: "Wir hoffen, dass es viele Bankgespräche geben wird, dass die Bank zum Nachdenken anregt und die Menschen wieder miteinander ins Gespräch kommen – auch und gerade, wenn sie unterschiedlicher Meinung sind." Die Bank vor der Christuskirche steht ab sofort allen offen – zum Ausruhen, zum Zuhören und zum Reden. (nia/pm) +++



Ein Platz zum Reden, eine Lücke zum Nachdenken: die Demokratiebank der Omas gegen rechts soll Menschen miteinander ins Gespräch bringen.\r\n

Werben für Demokratie und Zusammenhalt: Hermine van Ophuysen präsentiert eine Postkarte der Omas gegen Rechts.\r\n

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