Russischer Angriffskrieg
154. Hilfskonvoi aus Hessen auf dem Weg in Ukraine
Foto: HMdI, Frank Zinn
23.10.2026 / WIESBADEN -
Zwei Wochen nach dem Feuer im Lager der Initiative "Frankfurt for Ukraine" hat Hessen einen weiteren Hilfstransport in die Ukraine verabschiedet. Der Lastwagen bringt knapp 14 Tonnen Sachspenden nach Charkiw. Dazu gehören Feuerwehrschläuche, Schlafsäcke, Heizgeräte, Medikamente, Decken, Werkzeuge und Hygieneartikel.
Bei dem Brand am 9. Oktober im Frankfurter Stadtteil Dornbusch war ein Großteil der für den Transport vorgesehenen Hilfsgüter zerstört worden. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung. Polizei und Staatsschutz ermitteln.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte bei der Verabschiedung in Frankfurt, sollte sich der Verdacht eines gezielten Brandanschlags gegen den Hilfsverein bestätigen, wäre dies eine besonders verwerfliche Tat. "Sie würde sich nicht nur gegen fremdes Eigentum, sondern unmittelbar auch gegen Menschlichkeit und Solidarität richten."
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 hat Hessen einschließlich des aktuellen Konvois 154 Hilfstransporte mit 190 Lkw-Ladungen organisiert. Der Gesamtwert beträgt mehr als 14,8 Millionen Euro. Geliefert wurden unter anderem 263.200 Lebensmittelpakete, 43 Stromerzeuger, 3.500 Feldbetten, 6.000 Schlafsäcke und mehr als 18.000 Solarpanels sowie medizinische Artikel und Röntgengeräte.
Poseck bekräftigte die weitere Unterstützung der Ukraine: "Auch in Zeiten des andauernden Krieges darf unsere Solidarität mit der Ukraine und den Menschen nicht schwinden." (pm/ksk)+++
Archivfoto: O|N