Arbeiten am neuen Maintalbad
Über dem Kopf schwebt das Nichtschwimmerbecken - Untergeschoss fast fertig
Fotos: Stadt Maintal
22.10.2026 / MAINTAL -
Der Weg durch das Untergeschoss gleicht dem sprichwörtlichen Spießroutenlauf. Unzählige Baustützen durchziehen den späteren Technikbereich. Metallische Schläge hallen von den nackten Betonwänden wider, dazwischen das Kreischen einer Kreissäge.
Eine Etage darüber verlegen Flechter den Bewährungsstahl und verbinden die langen Stäbe, bevor der Beton für die Decke gegossen wird. Es herrscht eine typische Baustellen-Atmosphäre in Maintals "Grüner Mitte" – und doch ist das Bauprojekt einzigartig.
Das zeigen bereits die Dimensionen, die bei einem Rundgang über die Baustelle besonders anschaulich und erfahrbar werden. Aber auch die vielfältigen Anforderungen, die mit dem Bau eines Schwimmbads mit kombiniertem Hallen- und Freibad verbunden sind. Zugleich ist der Neubau des Maintalbads das größte Investitionsprojekt in der Geschichte der Stadt Maintal.
Finanziell im definierten Rahmen
Auch finanziell liegt das Vorhaben im definierten Rahmen. Dazu trägt der Wettbewerb bei den Ausschreibungen der einzelnen Leistungen bei. Die Stadt profitiert damit von einem wettbewerbsfähigen Preisgefüge. Nach jetzigem Stand wird die Baukostenobergrenze von 45 Millionen Euro eingehalten. Zusätzlich zu den sechs Millionen Euro aus dem Bundes-Förderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" und einer Millionen Euro aus dem "SWIM-PLUS"-Programm des Landes Hessen erhält Maintal nun weitere 13,7 Millionen Euro aus Mitteln des Infrastrukturförderungsgesetztes, dem Sondervermögen des Bundes. "Mit insgesamt rund 21 Millionen Euro wird der Neubau damit zu einem beträchtlichen Anteil durch Fördermittel gedeckt", berichtet Böttcher. Zudem soll es eine zweite Tranche des Sondervermögens mit weiteren rund sieben Millionen Euro geben, die ebenfalls für dieses Vorhaben verwendet werden können.Die Anforderungen, die sich aus den vielfältigen Nutzungen ergeben, bilden sich im Neubau ab. Zugänge, Laufwege und Wasserflächen-Angebote wurden optimiert. Versiert kann Allmannsdörfer die verschiedenen Bereiche zwischen Betonpfählen und -wänden ausweisen. Dabei wird auch schnell deutlich, dass ein Schwimmbad kein Gebäude von der Stange ist, sondern individuell geplant wird. Jede Beckenform, jede Verschalung, alles ist speziell für das neue Maintalbad gefertigt.
Dabei besteht der verarbeitete Beton übrigens zu 30 Prozent aus Recyclingmaterial. Der Abbruch des alten Bades wurde dazu direkt vor Ort zerkleinert und für die Tragschicht unter den Außenbecken sowie für die Baustraße verwendet. Weiteres Material wird später in die Decken und Wände eingebaut. Und so steckt im neuen Maintalbad auch ein Stück Vergangenheit. Und wenngleich es bis zur Eröffnung noch etwa dauert – wer den anschaulichen Schilderungen des Betriebsleiters lauscht, hört es fast schon plätschern in den Becken. Der Baufortschritt kann jederzeit begleitet werden über die Baustellenkamera unter www.maintalbad.de/baustellenkamera. (pm/hhb) +++