Austausch und Vernetzung
Unternehmerfrühstück: So schützen sich Firmen vor Desinformation
Foto: Bildungspartner Main-Kinzig GmbH
24.10.2026 / GELNHAUSEN -
Beim Netzwerkfrühstück der Bildungspartner Main-Kinzig in Gelnhausen drehte sich alles um ein aktuelles Thema: den Schutz von Unternehmen vor Desinformation. Als Referent war Carsten Ullrich, Experte für Krisenkommunikation und Desinformationsabwehr, zu Gast.
Jannik Marquart, Erster Kreisbeigeordneter und Bildungsdezernent, betonte in seiner Begrüßung, dass Falschinformationen, Fake News und Deepfakes längst nicht mehr nur Politik und Medien betreffen. Auch Unternehmen und Verwaltungen müssten ihre Widerstandsfähigkeit stärken.
Gefahren durch KI und Deepfakes
In seinem Vortrag zeigte Ullrich, wie Kriminelle mit gefälschten E-Mails, manipulierten Nachrichten oder KI-generierten Deepfake-Videos Unternehmen schaden können. Besonders mittelständische Betriebe seien gefährdet, da Angreifer gezielt menschliche Schwächen ausnutzen. Anhand von Praxisbeispielen erläuterte er Methoden wie künstlich erzeugten Zeitdruck bei Phishing-Angriffen oder täuschend echte Sprachklone von Führungskräften, um etwa unberechtigte Überweisungen auszulösen.Einfache Maßnahmen für mehr Sicherheit
Um Risiken zu reduzieren, empfahl Ullrich mehrere Maßnahmen: Ungewöhnliche Anweisungen sollten grundsätzlich über einen zweiten Kommunikationsweg überprüft werden. Zudem seien regelmäßige Schulungen und Phishing-Simulationen sinnvoll, um Mitarbeitende für Gefahren zu sensibilisieren.Ebenso wichtig sei eine offene Fehlerkultur. Wer auf einen verdächtigen Link geklickt habe, müsse dies ohne Angst vor Konsequenzen melden können. Je schneller reagiert werde, desto geringer sei der mögliche Schaden.
Austausch und Vernetzung
Neben dem Fachvortrag bot das Unternehmerfrühstück Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Zudem stellten die Bildungspartner Main-Kinzig ihre Unterstützungs- und Bildungsangebote für Unternehmen und Kommunen in der Region vor. (js/pm)+++