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Ideenschmiede oLaF

Von KI bis Raumfahrt: Minister Schwarz begeistert von jungen Tüftler

Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) besuchte das offene Labor Fulda (oLaF) an der Freiherr-vom-Stein-Schule.
Fotos: Justin Klenner

22.10.2026 / FULDA - Neugier, Kreativität und der Mut, Neues auszuprobieren: Diese Eigenschaften standen für Hessens Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) bei seinem Besuch im offenen Labor Fulda (oLaF) an der Freiherr-vom-Stein-Schule im Mittelpunkt. Bei einem Rundgang durch die Einrichtung zeigte er sich beeindruckt von den Projekten und dem Engagement der Schüler.



"Neugier, Begeisterung, Kreativität und vor allen Dingen einfach mal machen, ausprobieren, experimentieren, programmieren, löten und bauen – das sieht man hier auf beeindruckende Weise", sagte Schwarz. Die Arbeit im offenen Labor stimme ihn "wirklich sehr zuversichtlich". Die MINT-Bildung sei ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Bildungssystems und damit auch für die Zukunft der Gesellschaft.

Schülerforschungszentren fördern Talente

Besonders hob der Bildungsminister die Bedeutung von Schülerforschungszentren wie dem oLaF hervor. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik seien die "Zukunftswissenschaften". Dort entstehen nicht nur Kreativität und Forschergeist, sondern auch wichtige Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. "Hier wird in vielerlei Hinsicht wertvolle Arbeit geleistet", betonte Schwarz. Die Zentren würden jungen Menschen die Möglichkeit geben, eigene Ideen zu entwickeln und praktische Erfahrungen zu sammeln.

Vom Schulprojekt zum Forschungszentrum

Seit 2019 ist das oLaF ein Schülerforschungszentrum und zugleich ein Maker-Space. Kinder und Jugendliche können dort nach dem Unterricht eigene Projekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entwickeln, bauen und erforschen. Seinen Ursprung hat das offene Labor im Jahr 2008, als es an der Freiherr-vom-Stein-Schule als die naturwissenschaftliche AG "nwag" gegründet wurde. Nach einer Kooperation mit der Hochschule Fulda im Jahr 2009 entwickelte sich das Projekt kontinuierlich weiter. Drei Jahre nach der Gründung wurde aus der "nwag" schließlich das "oLaF".

"Das oLaF zeigt, was passiert, wenn Neugier Raum bekommt: Hier tüfteln, bauen und forschen Jugendliche seit fast zwanzig Jahren, und Ausprobieren und Scheitern sind ausdrücklich erlaubt. Solche Räume sind äußerst wertvoll, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche an Wissenschaft und Technik heranzuführen. Dafür danke ich dem gesamten Team ausdrücklich. Mit dem Projekt "School2Sky" und vielen weiteren Angeboten wollen wir im Jahr der Raumfahrt daran anknüpfen und noch mehr junge Menschen für MINT begeistern", sagte Schwarz.

Schüler präsentieren eigene Entwicklungen

Vor Ort erhielt der Minister einen Einblick in zahlreiche Projekte der Schüler. Dabei war der Kreativität kaum eine Grenze gesetzt. In Gruppen von zwei bis acht Personen arbeiteten sie an ihren eigenen Ideen. Die Bandbreite reichte von einem selbst konstruierten 3D-Drucker, der Prototypen von Armschalen für Langstrecken-Radtouren herstellt, bis hin zu einer eigens entwickelten sprachfähigen KI namens "Jarves". An innovativen Konzepten mangelte es nicht. "Alle ab der siebten Klasse dürfen mitmachen und einfach vorbeikommen. Jeder hilft jedem, das macht oLaF aus", beschreibt Lehrer Clemens Groß das besondere Konzept der Einrichtung.

Erste Schritte für spätere Karrieren

Wie prägend die Arbeit in Schülerforschungszentren sein kann, zeigten laut Schwarz auch die zahlreichen ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Viele von ihnen seien inzwischen Studierende oder bereits erfolgreich im Berufsleben angekommen. "Hier wird die Zukunft, auch die berufliche Zukunft junger Menschen, gebaut", erklärte der Minister. Die ehemaligen Teilnehmer würden eindrucksvoll zeigen, "welche Grundlagen hier geschaffen werden und welches Potenzial daraus entsteht".

Blick Richtung Weltraum

Mit Blick auf das Wissenschaftsjahr 2027, das unter dem Schwerpunkt Raumfahrt stehen soll, sieht Schwarz auch für die MINT-Förderung neue Chancen. Satelliten seien heute für Kommunikation, Information und Sicherheit unverzichtbar. "Auch die Sicherheit wird im All mitentschieden", sagte der Minister. Hessen könne mit seinem Wissenschafts- und Forschungsstandort sowie den Angeboten der Schülerforschungszentren einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Europa in diesem Bereich stärker, autonomer und widerstandsfähiger zu machen.

Auch die Idee eines hessischen Satelliten bezeichnete Schwarz als Zukunftsmusik, allerdings als eine "Zukunftsmusik, die unheimlich gut klingt". Er zeigte sich überzeugt, dass die Innovationskraft und das Potenzial in Hessen wichtige Impulse für künftige Raumfahrtprojekte liefern könnten. Das Projekt "School2Sky" passe dabei ideal zum Schwerpunkt des kommenden Wissenschaftsjahres. "School2Sky und Raumfahrt sind sozusagen Geschwister", sagte Schwarz und betonte die Bedeutung solcher Initiativen für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. (jk) +++

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