Seit 2006 in Haft
Antrag zurückgezogen: Kannibale von Rotenburg bleibt weiter im Gefängnis
Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb | Frank_May
19.10.2026 / ROTENBURG/F. -
Der Fall von Armin Meiwes, dem "Kannibalen von Rotenburg", schockierte die Welt. Vor 20 Jahren wurde der heute 64-Jährige wegen Mordes verurteilt. Jetzt hat er seinen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung zurückgezogen - damit bleibt er weiter in Haft. Das berichtet der "Spiegel" am Montagabend.
Dieser beruft sich auf eine Mitteilung des Landgerichts Kassel. Hier ist Meiwes in der sozialtherapeutischen Justizvollzugsanstalt Kassel II inhaftiert. Ursprünglich berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach soll die Rücknahme des Antrags auf vorzeitige Haftentlassung bereits Anfang September erfolgt sein.
Schon in der Vergangenheit hat Meiwes immer wieder Anträge auf vorzeitige Entlassung gestellt - ohne Erfolg. 2018 urteilte das Oberlandesgericht Frankfurt, "dass dem Verurteilten gegenwärtig keine günstige Prognose gestellt werden könne". Die nächste Ablehnung folgte im August 2020. Auch hier scheiterte es an der "Legal- und Sozialprognose". Der notwendige Behandlungserfolg sei nicht eingetreten.
Armin Meiwes wurde 2006 wegen Mordes schuldig gesprochen und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Sein Haus in Rotenburg an der Fulda wurde danach immer wieder von Lost-Place-Fans aufgesucht und teilweise zerstört. Im April 2023 brannte es schließlich bis auf die Grundmauern ab. (Moritz Pappert) +++
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