Duell der Ungeschlagenen
TV Gelnhausen empfängt Aufstiegsfavoriten Krefeld zum Topspiel
Foto: Roland Adrian
14.10.2026 / GELNHAUSEN -
Am achten Spieltag der 3. Liga Süd-West wartet auf den TV Gelnhausen ein echtes Spitzenspiel. Am Sonntag um 17 Uhr empfängt der Tabellenzweite mit 13:1 Punkten in der Rudi-Lechleidner-Halle die HSG Krefeld Niederrhein. Der Zweitliga-Absteiger führt die Staffel mit 14:0 Punkten an. Damit treffen die beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Liga direkt aufeinander.
Krefeld reist mit einer beeindruckenden Bilanz in die Hölle Süd. Alle sieben Saisonspiele wurden gewonnen, die meisten davon deutlich. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Mark Schmetz mit 32:19 (15:8) gegen den TuS 82 Opladen durch. Mit 256 erzielten Toren stellt die HSG die beste Offensive der Staffel, mit 176 Gegentreffern zugleich die beste Defensive. Auch die Tordifferenz von +80 zeigt, wie dominant der Tabellenführer bislang auftritt: Im Schnitt gewann Krefeld seine sieben Partien mit mehr als elf Toren Unterschied. Zum Vergleich: Der TVG steht bei +32, hat mit 177 Gegentoren allerdings nur einen Gegentreffer mehr kassiert.
"Krefeld ist wahrscheinlich der Aufstiegsfavorit schlechthin. Nach dem unglücklichen Abstieg aus der 2. Liga wollen sie unbedingt direkt wieder hoch und haben dieses Ziel auch klar formuliert", sagt TVG-Trainer Patrick Beer. In der Saison 2024/25 marschierte die HSG mit 59:1 Punkten fast makellos durch die Süd-West-Staffel und stieg damals über die Aufstiegsrunde auf, musste nach nur einer Saison im Unterhaus aber wieder den Gang in die 3. Liga antreten. Mit 18:50 Punkten belegte Krefeld letzte Saison Rang 17.
"Krefeld ist kein normaler Drittligist. Das ist ein eingespieltes Team, das individuell und physisch das Maß aller Dinge in dieser Staffel ist. Sie bestrafen jeden Fehler eiskalt", warnt Beer. Gerade die große Breite macht die Gäste schwer auszurechnen und verlangt dem TVG über 60 Minuten höchste Konzentration ab.
Personell bleibt die Lage angespannt. Max Bechert fehlt mit Mittelhandbruch, Alexander Bechert aufgrund seiner Knieprobleme, Jonas Dambach wegen Fußbeschwerden und Benjamin Wörner mit einer leichten Handverletzung. Damit steht erneut kein Linkshänder im Rückraum zur Verfügung, während am Kreis weiterhin vor allem Torben Fehl gefragt ist. Die jüngsten direkten Duelle zeigen, dass der TVG dem Konkurrenten aus Krefeld vor Aufgaben stellen kann. In der Saison 2024/25 holte Gelnhausen beim 23:23 (14:14) in der Hölle Süd den einzigen Punkt, den Krefeld während der gesamten Hauptrunde abgab. Im Rückspiel setzte sich die HSG allerdings deutlich mit 36:24 (17:10) durch.
Am Sonntag sind die Rollen klar verteilt. Krefeld kommt als Favorit, der TVG will jedoch alles investieren und jede sich bietende Chance nutzen. Für die passende Kulisse dürfte gesorgt sein. Tickets sind weiterhin über den Ticketshop des TV Gelnhausen sowie an der Abendkasse erhältlich. (pm/jk) +++